Roadmap KIA: Jeder dritte Kia hat einen Stecker

KIA demonstrierte wieder einmal vor Ort, wie sich die Marke innerhalb der kommenden Jahre in der nachhaltigen Mobilität entwickeln möchte und aktuell auch umsetzt . Drei zukünftig sehr entscheidende Fahrzeuge konnten wir exklusiv in den Fokus nehmen oder sogar teilweise mitfahren.

Mission  Possible durfte der persönlichen Einladung zur Präsentation des neuen KIA EV6 GT in Frankfurt am Main folgen. Erwartet hat uns die Vorstellung der neuen Generation des KIA Niro EV, der vielerwartete KIA EV6 GT sowie das bereits erwähnte KIA Concept EV9.

Vorreiter der Antriebselektrifizierung: Jeder dritte Kia hat einen Stecker

In den Bestrebungen von Kia, ein weltweit führender Anbieter von nachhaltigen Mobilitätslösungen zu werden, spielt die neue Niro-Familie eine wichtige Rolle. Die Marke plant, ihre europäische Produktpalette bis 2035 vollständig auf elektrisch angetriebene Modelle umzustellen. In Deutschland gehört das Unternehmen schon jetzt zu den führenden Anbietern von aufladbaren Fahrzeugen. 2021 hatte hier fast jeder dritte neu zugelassene Kia einen Stecker (Absatzanteil EV und PHEV: 32,4 Prozent), im deutschen Gesamtmarkt traf das nur auf gut jeden vierten Neuwagen zu (26,0 Prozent, jeweils nach KBA -Deutschland).

Ausgerichtet auf diese Kernpunkte wolle man den Kundennutzen erhöhen sowie die CO2-Emissionen reduzieren.. Die Elektrifizierung der eigenen Flotte steht dabei im besonderen Fokus. Bis 2027 sind hier 14 reine Elektro-Modelle auf der Straße geplant. Bis 2030 sollen dann 1,2 Millionen vollelektrische Fahrzeuge und insgesamt 4 Millionen Fahrzeuge weltweit (davon mehr als 2 Millionen „nachhaltig gedacht“) jährlich verkauft werden.

2021 konnte ein massives Wachstum gegenüber 2020 erreicht werden. Der Marktanteil von KIA weltweit stieg auf 4,3 Prozent. Bei den zukünftigen Fahrzeugen ist kurz- bis mittelfristig mit folgenden Modellen zu rechnen: KIA Sportage PHEV, KIA Niro EV, KIA XCeed PHEV (Facelift), KIA EV6 GT sowie der KIA EV9.

KIA EV6 GT: Power pur, elektrisch

Der vollelektrische Hochleistungs-Crossover steht für die neue Ära nachhaltiger Mobilität und zeigt sich als das bisher leistungsstärkste Serienmodell der Marke. Er zeichnet sich durch faszinierende Fahrleistungen aus, bietet mit seinem Premiumkomfort und der herausragenden Verarbeitung erstklassige Reisequalitäten und bringt dank eindrucksvoller Reichweite und ultraschnellem Laden beste Touring-Voraussetzungen mit. Als Beifahrer erlebten wir erstaunliches Potential des 430 kW/ 585 PS starken Stromers mit einem Drehmoment von 740 Newtonmeter.

Optisch gibt es kaum Unterschiede zum normalen Kia EV6. Lediglich die Farbe der Bremssättel sowie die 21 Zoll Felden und Schalensitze weisen auf die stärkste Variante hin.

GT steht für Gran Turismo und nicht für Rennstrecke. Und genauso fühlt er sich an, allerdings mit Potenzial zu sehr straffen Fahrwerkseinstellungen. #granturismoelectric pur!

Wiederholtes Beschleunigen im speziellen GT- Fahrmodus auf über 200 km/h in wenigen Sekunden. Schnelle Spurwechsel sowie mehrfach wiederholte Sprints von 0 auf 100 km/h – das ganze Areal an Power wurde demonstriert. Die Fahrleistungen und Touring-Qualitäten des EV6 GT, der auf der zukunftsweisenden Elektroplattform E-GMP (Electric-Global Modular Platform) basiert, setzen in diesem Segment neue Maßstäbe und untermauern seine herausragende Position in der Modellpalette der neu ausgerichteten Marke Kia. Er beschleunigt in nur 3,5 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht in der Spitze 260 Stundenkilometer. Mit einer Akkuladung kann er bis zu 424 Kilometer zurücklegen (kombinierter Zyklus, nach WLTP), und in nur rund 18 Minuten lässt sich die Batterie an einer entsprechend leistungsfähigen Station von 10 auf 80 Prozent aufladen.

Zur außergewöhnlichen Leistungsfähigkeit kommen dynamische Fahr- und Handlingeigenschaften, die dem Fahrer das Gefühl geben, eng mit der Straße verbunden zu sein. Die leistungsstarken Bremsen, eine optimierte Lenkung und das maßgeschneiderte Fahrwerk sorgen für ein Höchstmaß an Kontrolle. Dabei ermöglicht es der spezielle GT-Fahrmodus „My Drive“, das Fahrerlebnis den jeweiligen Bedingungen und individuellen Vorlieben anzupassen.

Fahrerorientiertes Interieur
Der einladende Innenraum des EV6 GT kombiniert Sportlichkeit mit Komfort und praktischen Qualitäten. Die schwarzen Schalensitze mit veganen Bezügen in Wildlederoptik bieten bei sportlicher Fahrweise optimale Unterstützung, zeichnen sich aber zugleich auf längeren Fahrten durch hohen Komfort aus. Metallapplikationen mit „GT“-Schriftzug und neonfarbene Akzente unterstreichen das moderne, dynamische Erscheinungsbild. Das Interieur ist mit Premium-Materialien ausgestattet, zum dynamischen Flair tragen sportlich inspirierte Elemente bei. Ein Streifenmotiv ziert das Armaturenbrett und die Mittelarmlehne vorn, die Ambientebeleuchtung in den Türverkleidungen, der Mittelkonsole und dem Armaturenbrett schafft bei Dunkelheit eine angenehme Atmosphäre.

Moderner Hochleistungsantrieb
Der moderne Antriebsstrang des EV6 GT mit zwei Elektromotoren wurde speziell für ein progressives Hochleistungs-Fahrerlebnis entwickelt. Der 160-kW-Motor (218 PS) vorn mobilisiert zusammen mit dem 270 kW (367 PS) starken Hecktriebwerk eine kombinierte Leistung von 430 kW (585 PS) und ein Drehmoment von 740 Nm. Durch den Allradantrieb ist auch unter schwierigsten Bedingungen eine hohe Fahrdynamik gewährleistet.

Der EV6 GT entfaltet seine enorme Kraft und Traktion auf äußerst kultivierte Weise. Das elektronische Sperrdifferenzial (e-LSD) leitet bei Kurvenfahrten das Drehmoment automatisch an die Räder mit dem stärksten Grip und sorgt so dafür, dass keine Leistung verloren geht und größtmögliche Stabilität und Traktion sichergestellt ist. Das schnell ansprechende Bremssystem mit großen innenbelüfteten Scheibenbremsen vorn (380 mm) und hinten (360 mm) bietet sowohl eine herausragende Bremsleistung als auch ein konstantes Pedalgefühl.

Schon im Eco- und Normal-Fahrmodus ist die Wankneigung aufgrund von Lenkeingaben für ein Elektrofahrzeug bereits gering, während die schnellen Reaktionen des Fahrzeugs durch ein kommunikatives Lenkungs-Set-up, das mit wachsender Geschwindigkeit an Gewicht zunimmt, verstärkt werden. Wählt der Fahrer den Sport- oder GT-Modus, werden die Wankbewegungen weiter reduziert, das Fahrverhalten wird straffer und das Fahrgefühl sportlicher. Dennoch haben die Kia-Ingenieure dafür gesorgt, dass in jedem Modus ein hoher Fahrkomfort gewährleistet ist. Auch bei Fahrten mit hoher Geschwindigkeit im GT-Modus präsentiert sich der EV6 GT gefällig und stabil.

Neben der klaren Ausrichtung auf ein Maximum an Komfort ist der Elektro-Crossover auch offen für aufregende Fahrerlebnisse. So lässt sich für zusätzliches Übersteuerungspotenzial das Stabilitätsprogramm deaktivieren und mit einem speziellen Drift-Modus ein größerer Teil der Antriebskraft an die Hinterräder leiten. Das ermöglicht Seitwärtsbewegungen, die die Herzen sportlicher Fahrerinnen und Fahrer höherschlagen lassen.

Ultraschnelles Laden und mobile Stromquelle
Dank seiner großen Reichweite und der ultraschnellen 800-Volt-Ladetechnologie lassen sich mit dem EV6 GT lange Strecken schnell und bequem zurücklegen – zumal Kia-Fahrer über den Ladeservice Kia Charge einfachen Zugang zu Europas führendem Schnellladenetzwerk Ionity haben. An diesem Joint Venture großer Automobilhersteller ist Kia über seinen Mutterkonzern Hyundai Motor Group beteiligt. Als integrierter öffentlicher Ladeservice betreibt Ionity an Autobahnen in 24 europäischen Ländern ein Ladenetzwerk, das mehr als 400 Stationen mit über 1.600 Hochleistungsladepunkten umfasst und ausschließlich mit Strom aus regenerativen Quellen versorgt wird. Aufgrund der Partnerschaft von Kia mit dem Unternehmen Digital Charging Solutions stehen den Kia Charge-Kunden darüber hinaus die europaweit mehr als 300.000 öffentlichen Ladepunkte des DCS-Netzwerks zur Verfügung, darunter nahezu alle öffentlichen Stationen in Deutschland (99 Prozent der Wechselstrom- und 100 Prozent der Gleichstrom-Ladepunkte). Die Nutzer erhalten eine transparente monatliche Abrechnung, in der sämtliche Ladevorgänge übersichtlich aufgelistet sind. Zudem bietet Kia auch für zu Hause komfortable Komplettlösungen mit verschiedenen Wallbox-Paketen inklusive Rundum-Service und Stromkostennachweis für Firmenwagenfahrer.

Der EV6 GT kann dank seiner modernen Ladetechnologie auch als leistungsstarke Stromquelle genutzt werden. Denn seine integrierte Ladekontrolleinheit (Integrated Charging Control Unit, ICCU) beinhaltet eine „Vehicle-to-Load“-Funktion (V2L), die es ermöglicht, Strom mit einer Leistung von bis zu 3,6 kW aus der Fahrzeugbatterie zu entnehmen. Dazu wird der Ladeanschluss des Fahrzeugs durch einen einfachen Adapter in eine Steckdose verwandelt, an die sich zum Beispiel Haushaltsgeräte oder E-Bikes anschließen lassen und über die sogar andere Elektrofahrzeuge aufgeladen werden können.

Der Kia EV6 GT ist im zweiten Halbjahr 2022 bestellbar. Die Produktion startet im September, die ersten Auslieferungen in Europa sind für Ende des Jahres geplant.

KIA Niro EV – die zweite Generation

Mit dem KIA Niro EV bringt der koranische Automobilhersteller, diesen Sommer, die zweite Generation des beliebten Crossover-Modells an den Start.

Die zweite Generation des Elektro-Bestsellers der Marke wird als Hybrid, Plug-in Hybrid und reiner Stromer mit dem Namen Niro EV angeboten (bisher e-Niro). Der kompakte, 4,42 Meter lange Crossover kombiniert innovative Technologien mit hohem Bedienungskomfort und zielt darauf ab, auch E-Mobilitäts-Neulinge für nachhaltige Antriebsarten zu gewinnen. Bestellt werden können die drei Niro-Geschwister ab dem 4. April, zu den Händlern rollen sie ab Juni (EV ab Juli). Die 7-Jahre-Kia-Herstellergarantie gilt auch für die Antriebsbatterie. Der Elektro-Bestseller wurde von Grund auf komplett neu gestaltet.

“Kia hat den Niro neu gestaltet, um Menschen den Weg zu sauberer Mobilität zu erleichtern. Sein Spektrum an umweltfreundlichen Antrieben wird selbst die zögerlichsten Kunden ermutigen, auf nachhaltigere Formen der Fortbewegung umzusteigen”

Jason Jeong, Präsident von Kia Europe

Aufbauend auf der dritten Generation der „K“-Plattform bringt der Niro EV es auf eine Länge von 4,42 Metern. Damit ist dieser, im Vergleich zur ersten Generation um 45 mm länger. Das Design des Stromers folgt in der kommenden Generation noch stärker dem Ansatz: „Kein Design ohne Funktionalität, keine Funktionalität ohne Design“. Bestes Beispiel hierfür, die schlanke Gestaltung der Vordersitze, welche dadurch zum größeren Raumangebot für die Fondpassagiere beitragen. Zudem sind in die Rückenlehnen der Sitze praktische Kleiderbügel und USB-C-Schnellladeanschlüsse integriert.

Künftig kommt der Niro EV nur noch mit einer Batteriegröße (64,8 kWh-Akku) daher. Dieser ermöglicht dem Stromer eine Reichweite von bis zu 463 km nach WLTP. Seine Kraft bezieht das Elektro-Crossover aus einem 150 kW/ 204 PS starken Elektromotor mit 255 Nm Drehmoment. Von 0 auf 100 km/h geht es damit in 7,8 Sekunden. Die Spitzengeschwindigkeit ist bei 167 km/h erreicht. Neigt sich die Akku-Kapazität dem Ende kann mit vorgeheiztem Akku bis zu 100 kW geladen werden. Von 10 auf 80 Prozent dauert es dann maximal 45 Minuten. Einen kleinen Frunk hat KIA ebenso bedacht wie die Möglichkeit einer Anhängevorrichtung. Mit der neuen Version können somit zukünftig auch Anhängelasten mit bis zu  750 Kilogramm (gebremst) gezogen werden.

Das ganzheitlich nachhaltige Konzept des neuen Niro zeigt sich auch an den recycelten und umweltfreundlichen Materialien, die im Innenraum zum Einsatz kommen. So besteht der Dachhimmel aus wiederverwertetem Tapetenmaterial, für die Sitze wird Bio-Polyurethan (Bio-PU) mit Tencel® aus Eukalyptusblättern verwendet, und der bei den Türverkleidungen eingesetzte Lack ist frei von BTX-Aromaten (Benzol-, Toluol- und Xylol-Isomeren).

Der Niro EV beeindruckt sowohl durch Fahrleistungen als auch durch Ausdauer. Mit seinem 150-kW-Motor und einem Drehmoment von 255 Nm, das wie bei Stromern üblich vom Start weg zur Verfügung steht, beschleunigt er in nur 7,8 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Für die langstreckentaugliche Reichweite von bis zu 463 Kilometern (kombiniert, nach WLTP) sorgt der 64,8-kWh-Akku, der sich zudem an einer 80-kW-Gleichstrom-Ladestation in nur 45 Minuten von 10 auf 80 Prozent aufladen lässt. Kia bietet den Käufern seiner Steckermodelle den Ladeservice Kia Charge, der das Stromtanken unterwegs besonders bequem macht. Über einen einzigen Account können damit europaweit mehr als 320.000 öffentliche Ladepunkte genutzt werden.

Ergonomie und intuitive Bedienbarkeit prägen das Cockpit. Das integrierte Panoramadisplay mit volldigitalem 26-cm-Kombiinstrument (10,25 Zoll, ausstattungsabhängig) liefert dem Fahrer in gestochen scharfen Grafiken alle wichtigen Fahrinformationen. Und mithilfe der innovativen Multi-Mode-Bedienleiste lassen sich das Infotainmentsystem sowie die Klimaanlage sehr einfach und schnell bedienen.

Die zweite Niro-Generation verfügt zudem wieder über zahlreiche neue Assistenzsysteme. Zur Serienausstattung gehören Frontkollisionswarner mit Fußgänger- und Fahrraderkennung (beim EV inklusive Abbiegefunktion), adaptive Geschwindigkeitsregelanlage mit Stop-and-go-Funktion, intelligenter Geschwindigkeitsassistent, Spurfolgeassistent, aktiver Spurhalteassistent, Müdigkeitswarner, Fernlichtassistent und der Notruf-Service e-Call. Je nach Ausführung beinhaltet die Palette der Hightech-Helfer darüber hinaus Autobahnassistent, navigationsbasierte Geschwindigkeitsregelanlage, Totwinkelassistent mit Lenk- und Bremseingriff, Querverkehrwarner hinten mit Notbremsfunktion, Ausstiegsassistent, Auspark-Kollisionsvermeidungsassistent und einen Remote-Parkassistenten für ferngesteuertes Ein- und Ausparken. Der Niro EV bietet in der Topversion Spirit darüber hinaus einen Autobahnassistenten mit Spurwechselunterstützung und einen Frontkollisionswarner mit Querverkehrerkennung.

@alle Bildrechte KIA

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