Der Kuga ist ein typischer und zugleich erfolgreicher Vertreter seiner Marke, Seit Anfang 2020 ist die dritte und aktuelle Generation des Kuga am Start.


Generell

Modelle wie der Ford Kuga erfreuen sich derzeit großer Beliebtheit. Dazu zählen neben dem hohen Einstieg und der damit verbundenen Übersicht auch die großzügigen Platzverhältnisse im Innenraum und Kofferraum. Wir haben nacheinander drei verschiedene Ford Kuga Motorvarianten testen und somit auch einen wirklich objektiven Eindruck gewinnen dürfen. DAs Highlight war die Frage meines alten Herren, welche Fahrzeuge denn derzeit am Markt seien und für ihn in Frage kämen. Ja, viel Platz und bequem sollte es sein. Ok, etwas Elektromobilität darf auch mit, aber dann doch nicht zu viel.

Mit dieser Ausgangslage fuhren wir mit dem Ford Kuga 2,5 Liter Benziner Vollhybrid mit einer Systemleistung in Höhe von 190 PS nach Deutschland und konnten letzten Endes – so viel darf bereits erwähnt werden – diesen auch an den Mann (oder besser: an den Herrn Papa) bringen. Schwer war das Unterfangen nicht. So hatten wir schlichtweg das perfekte Fahrzeug an der Hand. Der Praxistest erfolgte via Bayern durch den traumhaften Bergwinkel Hessens samt eines Besuches der Gebrüder Grimmstadt Steinau an der Straße.

Kuga 2,5 Duratec FHEV ST Line X

Erster Eindruck

Charakteristisch zeigt sich vorne der jeweils sehr große sechseckige Grill, zwei ziemlich weit oben angeordnete Scheinwerfer und ein doch recht langer Überhang. Seitlich orientiert sich der Kuga eindeutig an der aktuellen Ford-Linie. Vorn erinnert der Ford Kuga täuschend ähnlich an einen Porsche Macan, hinten kommen Vergleiche mit dem Jeep Grand Cherokee zur Geltung. Selbst eingefleischte BMW-Fahrer waren positiv überrascht.

Kuga 2,5 Duratec FHEV ST Line X

Exterieur

Die seit 2019 erhältliche Generation des Kuga zeichnet sich durch ausgewogene Proportionen aus. Zeigte sich der Vorgänger noch stilistisch eher evolutionär, präsentiert die aktuelle Generation des Ford Kuga eine ganz eigene Linie.


Interieur

Der Ford Kuga gehört generell zu den größeren Fahrzeugen seines Segments. Das spürt man auch im Innenraum. Denn nicht nur Fahrer und Beifahrer können sich über mehr als genug Platz freuen, sondern auch die Hinterbänkler. Und das gilt nicht nur für die Knie-, sondern auch für die Kopffreiheit. Der Kuga hat viele Variablen zum Verstauen von Gepäck. Unter dem Kofferraumboden haben wir den Inhalt von drei vollen Einkaufssackerln verstauen können.

Kuga 2,5 Duratec FHEV ST Line X

Für ein Plus an Flexibilität sorgt die variabel verstellbare Rückbank sowie das im dritten Testfahrzeug enthaltene elektrische Panorama-Schiebedach.

Innen wirkt das Cockpit sehr aufgeräumt. Bei einer generell guten Anmutung der ausgesuchten Materialien wird in unseren Testfahrzeugen mit den sehr guten Ausstattungslinien ST-Line X die Messlatte gar noch nach oben verlegt. Alle Bedienelemente waren leicht zu erreichen und zumeist selbsterklärend. Unsere Test-Kugas kamen jeweils unter anderem mit einen 12,3-Zoll- Cockpit und einem 8-Zoll-Touchscreen inkl. Navigationssystem. Die jeweils enthaltene B&O-Soundanlage war ein Genuss und lud zu lauter und sehr klarer Musik auf der Reise nach und von Deutschland ein.

Kuga 2,5 Duratec FHEV ST Line X

Im 120 PS 1,5 Liter Hubraum Eco Plus Diesel waren klassische Rundinstrumente verbaut. Das Drehrad für die Automatik lässt sich schnell und einfach bedienen, kann allerdings manchmal zu ungewollten Einstellungen beim Rückversetzen führen. So sind die Gänge P und R doch recht nahe beieinander.

Kuga 2,0 Mild Hybrid ST Line X

Platz hat der Kuga mehr als genug. Kofferraum sowie beide Sitzreihen. Mit den typischen Assistenten wie beheizte Sitze, vielen Getränkehaltern sowie zahlreichen Ablagefächer und induktiver Ladeschale wird kaum mehr benötigt.


Assistenten

Mögliche Käufer haben die Wahl zwischen vielen verschiedenen Ausstattungsvarianten. Allen gemeinsam ist das Ford Navigationssystem inklusive Kommunikations- und Entertainmentsystem Ford SYNC 3. Das serienmäßige Ford Pass-Connect-Modem erlaubt es dem Navigationssystem schnellere und entspanntere Routen zu planen. Für die Sicherheit stehen optional Kombinationen aus Fahrspurhalte-Assistent und Toter-Winkel-Assistent sowie der Pre-Collision Assist mit einem Querverkehr-Erkennungssystem zur Verfügung.


Qualitätsanmutung

Ecken und Kanten sind nimmer vorhanden, rundliche Proportionen überall. Die uns dargebotenen Fahrzeuge hatten eine Anmutung von frischem Wind. Ganz besonders gefiel uns die automatisch herausklappbaren Türkantenschoner. Mit Kindern fast ein Alleinstellungsmerkmal. Bravo!

Kuga 2,5 Duratec FHEV ST Line X


Fahrbetrieb & Verbrauch

Das Fahrwerk ist auf der sportlichen Seite angesiedelt. Die Motoren hatten stets genug Leistung und ausreichend Drehmoment, um den Kuga trotz seines Gewichts mit Leichtigkeit zu bewegen. Im Vergleich nun die Unterschiede im Fahrbetrieb:

Der erste Kuga hatte einen 2-Liter-Turbodiesel mit 150 PS. Das von Haus aus sehr hohe Drehmoment mit 370 Nm war eines der großen Vorzüge. Der Verbrauch lag hier bei 6,2 Litern Diesel je gefahrener 100 Kilometer. Nach 9,6 Sekunden hat der Kuga hier mit dem manuellem 6-Gang-Getriebe Tempo 100 erreicht.

In der 1,5 Liter Hubraum mit 120 PS Eco Blue Variante verbrauchten wir im Schnitt 6,3 Liter Diesel. 12 Sekunden dauert der Sprint von 0 auf 100 km/h und bei 177 km/h ist Schluss Die gut abgestimmte 8-Gang-Automatik leiteten immerhin 300 Nm maximales Drehmoment an die Vorderräder. kein Problem haben einen Liter weniger zu verbrauchen.

Der letzte Kuga war der 2,5 Liter große Benziner FHEV mit einer Systemleistung in Höhe von 190 PS. Hier leisten jeweils ein Benziner 152 PS sowie ein Elektromotor 125 PS. Der Sprint gelingt so aus dem Stand heraus auf 100 km/h in 9,5 Sekunden. Diese Antriebsvariante nur mit Allrad. Mittels einer dauerhaften Sensorik wird stets der Schlupf auf den vier Rädern überwacht und geregelt. In die Produktion des Kuga Voll-Hybrid in Valencia – wo auch das hochmoderne Lithium-Ionen-Batteriepack des Voll-Hybrids montiert wird – hat Ford 24 Millionen Euro investiert. Die Batterie-Fertigung in dem spanischen Werk zählt zu den Säulen der Elektrifizierungs-Strategie von Ford in Europa.

Beide Diesel Versionen waren Fronttriebler. Diese Antriebskombination erweist sich im Alltag als absolut harmonisch.

Beim neuen Kuga Voll-Hybrid stehen die hohe Kraftstoff-Effizienz und Reichweite im Mittelpunkt, die locker das Niveau vergleichbarer Diesel-Motorisierungen erreichen. Hinzu kommt das sichere Fahrgefühl des Intelligenten Allradantriebs und ein Elektromotor, dessen Batterie kabellos während der Fahrt aufgeladen wird.

Insgesamt mit vielen Autobahn-Etappen genehmigte sich unser Kuga mit dem 2,5 Liter großen Benziner FHEV auf ca. 2.300 Kilometern ca. 6,2 Litern je gefahrener 100 Km Strecke. Aufgrund der langen Reise nach Deutschland und retour ergaben sich trotz 4 Fahrgästen samt Gepäck bei Reisegeschwindigkeiten von 140 km/ keine höheren Verbräuche. Man muss also nur wollen.

Kuga 2,5 Duratec FHEV ST Line X

Fazit

Den Ford Kuga gibt es bereits ab 29.500 Euro. Der Vollhybrid samt Panorama-Schiebedach sowie dem Fahrer Assistenz Paket (beinhaltet u. a. den adaptiven Tempomaten und eine Verkehrsschilderkennung) kommt auf ca.  53.000 Euro – dafür jedoch voll ausgestattet.

Ford nahm bereits den 150-PS-Diesel mit zwei Litern Hubraum aus dem Motorenprogramm des Kuga. Nur noch ein 120-PS-Diesel (1,5 Liter) und ein 190-PS-Diesel (2,0 Liter) bleiben erhältlich. Laut Ford hat die Straffung des Diesel-Programms nichts mit dem Halbleiter-Mangel zu tun, sondern hängt mit der Elektrifizierungs-Offensive der Marke sowie den sich ändernden Kundenwünschen zusammen.

Mit dem großen Kofferraum und den auch für fünf Personen ausreichenden Innenraum hebt sich der Kuga definitiv vom Mitbewerb ab. Dazu kommen eine gute Sicherheitsausstattung und Fahrerassistenzsysteme. In jedem Falle steigt man auch nach langen Strecken jeweils entspannt aus dem Kuga.

Kuga 1,5 EcoBlue Titanium

120 PS waren aus unserer Sicht zu wenig für den Kuga. Insbesondere im Lastbetrieb empfehlen wir – im Sinne eines nachhaltigen Allgemeinbetriebes –  den Vollhybrid mit 190 PS Systemleistung und Allradantrieb als perfekte Lösung.

Als starker Hingucker erwies sich die Nummerntaferl. Fragen wie: „Wo bekommst ich das her? oder „Wie geil ist das denn?“ sind nur zwei sehr unbedeutende Bemerkungen gewesen…

Kuga 2,5 Duratec FHEV ST Line X

Hier findest du sämtliche Informationen zum Ford Kuga


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