Gestern noch mitten in der urbanen Steinwüste, heute bald im Pool fuhren wir auch gestern wieder zu Rock den Ring – bei angekündigten 2.000 Fahrzeugen

Wie jedes Jahr trafen sich auch 2022 treue Elektromobilisten in St. Marx zum Rock den Ring. Wir durften dazu heuer einen wunderschönen dunkelgrünen KIA EV6 aus dem Fuhrpark von KIA nutzen.

Frisch aufgeladen und mit einer dem Wetter zuträglichen 15,6 Kilogramm schweren Melone bewaffnet und deponiert im riesigen Frunk des EV6 ging es gegen Mittag auf zur Hitzeschlacht bei Rock den Ring. Lasst die Spiele beginnen!

Dort angekommen, konnten sich bei optimaler Präsenz direkt am Ausgang des Testpacours zahlreiche InteressentInnen bei Probefahren von der Eleganz und Güte des KIA EV6 überzeugen. So waren einige Renault ZOE Club Mitglieder begeistert von der Eleganz und der Bequemlichkeit. Als absolute Kenner der Szene kam zum Ausdruck, dass im direkten Vergleich zum Polestar 2 das Fahrwerk nicht so hart eingestellt sei. Angeblich ist dies ein wichtiger Aspekt für eventuell umsteigende Renault ZOE Fahrer.




Doris Holler Bruckner vom Bundesverband ließ sich vor Ort von Thomas Hochreiter von Elko- electric vertreten.

Bei den Bühnenvorträgen konnte zur wichtigen Klimafrage Medienprofi Marcus Wadsak das Auditorium mit den relevanten Informationen versorgen.


Als Hersteller vor Ort zeigten sich neben Tesla nun auch erstmalig Volvo mit seinem XC 40 Recharge sowie dem C 40 Pure Electric, Polestar sowie Mercedes Benz Vans. Jene feierten ihren Einstand mit gut frequentierten Ständen. Anita Elöpataki als Marketingleiterin sowie Adele Szabo als E Fleet Managerin von Volvo traf ich zum kurzen Gespräch.

Weitere Marken wurden seitens der Generalimporteure vertreten. Als altbekannter und mit dem Veranstalter auch geschäftlich verbundener Partner war Zweiradhelden mit dem Geschäftsführer Hanno Voglsam einer der bestbesuchten Stände.


Bei den Zulieferern der Ladeinfrastruktur konnte Niklas Hösl mit seiner Chargeprice App wie auch in den Jahren zuvor konkrete Lösungen im IT-Ladebereich darbieten. Genau solch positiv umtriebige Jungunternehmer brauchen wir zum Verstehen der Komplexität.

Phoenix Contact als globaler Player im Ladeinfrastrukturgeschäft überzeugte mit Gerald Stiepan bei aktuellen Themen der Energiespeicherung, einer generellen Elektrifizierung sowie den Sektorenkupplungen in Kooperation mit den „Secret Service Beratern“ des e-Mobility Shop vor Ort überzeugen.


Von den Automobilimporteuren war Dr. Christian Pesau, beim ÖAMTC Fachfrau Marcella Kral vertreten.


Das interessanteste Fahrzeug war der Mandrill. Geschäftsführer Heiko nimmt eure Anfragen sehr gerne entgegen.


Insgesamt muss ehrlicherweise geschrieben werden, dass die vor Ort gezählten zweispurigen Fahrzeuge die Zielvorgaben des Veranstalters von erhofften 2.000 Fahrzeugen bei Weitem nicht erreicht wurde. Dies mag an den ungeheuerlichen Temperauren jenseits der 30 Grad Celsius und dem damit verbundenen Badetags Drang oder auch dem gleichzeitig stattfindenden Donauinselfest der Hauptstadt geschuldet gewesen zu sein.

Weiters darf sich ein Konzept selbst niemals im Weg stehen. Das sehr heiße Badewetter machte jedoch nicht nur den Besuchern am Areal schwer zu schaffen. Trotz einer erstmalig aufgestellten Traverse mit Sonnensegel Allerorts waren sich viele Befragte einig, dass das Beschattungskonzept sowie die Lautstärke der Liveperformance auf der Bühne weiter optimiert gehöre. Laut Veranstalter soll im kommenden Jahr die Location auf die Donauinsel verlagert werden. Mehrfach standen zusätzlich zu vielen ohne Frage begeisterten auch wartende und schwitzende Menschen an der Straße. Ein Überqueren war für Familien mit Kindern schlichtweg unmöglich. Hier sind Veranstalter sowie Behörden dringend angeregt, Optimierungen darzulegen. Zusätzlich flankiert mit sehr langen Stau- und Wartezeiten kann dies nicht im Interesse der Allgemeinheit sein.

Die schlechte Betonage des Geländes ließ zudem einige Reifenschäden auftreten. So standen die defekten Fahrzeuge auf dem Testpacour und behinderten teilweise die Probefahrten direkt vor Ort.

Wir müssen uns klar darüber werden, dass derzeit die breite Masse außerhalb der bestehenden Elektromobilisten noch nicht erreicht wird. Dazu bedarf es zum Verstehen der Gesamtperspektive vieler weiterer kleinerer, aber wichtiger Schritte. Glaubwürdige und verständliche Lösungen sind von Nöten. Eine besondere Gefahr liegt insofern in der Blase, dass technisches Verständnis vorrangig sein soll. Nein, das muss es nicht!


Ganz ehrlich: wie viele Menschen haben sich vor dem Umstieg zur Elektromobilität auch nur annähernd Gedanken zum Energieverbrauch gemacht? Nehmen wir also alle an die Hand und begleiten: mit erFAHRUNG, erLEBEN und beGREIFEN. Regen wir Bilder im Kopf zum gedanklichen Austausch an. Oder lassen wir doch einfach MACHEN. Derzeit befindet sich meine Tochter mit einem Hyundai IONIQ 5 auf Maturareise in Kroatien. Natürlich kann sie den nicht nehmen! „Was, wenn er leer ist? Was, wenn wir stundenlang eine Ladestation suchen?“ – Um es abzukürzen: die Mädels sind vor Ort die „Heroes“, oder soll ich schreiben „Chicas“? Mittlerweile helfen alle männlichen Mitmaturianten sowie etwaige weitere „Interessenten“ am Auto (nona nur dort^^!) mit einer eigendynamischem Form der „Selbsthilfe“. Es gibt daher keine oder zumindest nur sehr irrelevante kleine Phantomschmerzen: „Am Hotel soll ich laden? Wie soll das denn gehen? “ Mehr dazu in einer Woche, versprochen!



Es wird also auf Dauer nicht mehr genügen, sich mithilfe klassischer Marketingmindsets innerhalb einer untereinander gut vernetzten Community zu bewegen. Touchpoint an relevanten Orten zu wichtigen Zeiten mit gezielter Bewusstseinsförderung sind das Gebot der Stunde. Interessierte Menschen zum Umstieg auf nachhaltige Mobilitätskonzepte gibt es zuhauf. Allein die Ängste müssen genommen werden. Immer und überall. Direkt vor Ort. Bei den Menschen und deren differenzierten Lebensbereichen. Probleme können dann gelöst werden, wenn sie auch verstanden werden.

Jene sind offensichtlich vorerst global, für den Consumer dennoch existieren diese ganz individuell – im eigenen privaten Bereich. Hier sind Medien, Influencer und vor Allem die Wirtschaftstreibenden selbst gefordert, noch mehr und ganz fokussiert bewusstseinsfördernde Präsenz zu zeigen. Eine gute Chance dafür wird sich auf der Westfield Shopping City Süd eTOURING auftun. Dort wird ein gesunder Mix aus Wirtschaftstreibenden in Verbindung mit neuen Leads vor Ort gewagt. Bringen wir dort also unterschwellig und ohne großem Bling Bling“ vor repräsentativen Gebäuden der Hauptstadt die Menschen einfach zusammen und bieten eben genau dort diese konkreten Lösungen.

Sollten wir einer Person oder einem Wirtschaftstreibenden zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt haben: mea culpa, ich entschuldige mich vorab dafür! Dies bedingt nicht dem Vergessen, sondern dem Verlangen nach dem Gartenpool nach dem gestrigen Hitzetag mitten in Wien… – bleibt gesund – ich gehe heute ins Wasser!

Alle Bilder und Videos unterliegen dem Urheberrecht – auf Anfrage können diese bei Bedarf gerne genutzt werden.

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