Starke Ladeleistung, 800-Volt-Technik, toller Charging Index: der schicke KIA EV6 AWD begeistert einfach

Leistbare Konditionen samt sportlichem Fahrwerk und einem sehr schicken Interieur. Dies alles zu leistbaren Konditionen: eTOURING Fahrer, was willst du mehr? Der Test zeigt, dass Elektroautos keine Zweitwagen mehr sind. Der EV6 symbolisiert als erstes rein batterieelektrisches Modell von Kia die Neuausrichtung der Marke und hat im Euro NCAP die Bestnote „5 Sterne“ erhalten. Dass der EV6 jüngst zum europäischen „Car of the Year 2022“ gekürt wurde, ist ein weiteres Indiz für das tolle Gesamtkonzept. Damit trägt erstmals ein koreanisches Fahrzeug den Titel.

Generell

KIA vertraut als Tochter beim EV6 generell ganz auf die IONIQ 5 Technik. Allerdings zielt man hier statt im IONIQ 5 mit dessen Wohnzimmersesseln und Loungecharakter auf die eher sportliche Klientel.

Kaum eine Minute unterwegs, zeigen Jugend und deren Eltern mit ausgestreckten Fingern und großem Mund in meine Richtung. Das wunderschön glänzende Perlmuttweiss allein kann das Staunen wohl kaum entfachen. Bissig, rasant und einem Tiger auf dem Sprung ähnlich: das Antlitz ist von allen Blickwinkeln unverwechselbar und einzigartig. Ich gestehe, ich liebe Ihn allein schon aufgrund seiner Optik: dem Bürzel und dem Tigerface!

Fahren

Lässig gleiten oder souverän beschleunigen: der Gedanke bei BEVs an Stadtfahrten ist der Übliche. Der KIA EV6 AWD jedoch ist das optimale Fahrzeug für die eTOUR auf der Landstraße. Nichts und Niemand kann seinen Drang nach kompromissloser Souveränität bremsen – auch kein Audi A6 hinter mir.

Wir fahren teilweise im Sportmodus, weil es das Fahrzeug einfach verlangt. Sein Wille geschehe, ich kann nichts dafür, ehrlich! Den Kahlenberg bei Wien hoch. Kurzer Step aufs Strompedal, bei 65 km/h lassen wir ab. Die Polizei liegt nachts auf Lauer. Richtig und gut so! Die Zeiten der nächtlichen Verfolgungsjagden müssen vorbei sein. Wir sind und bleiben als Autofahrer immer nur ein Teil des ganzen Mobilitätssektors. Individuelle Fahrfreude hat sich dem Allgemeinwohl und der Gesunderhaltung Aller unterzuordnen. Ein bedingungsloser und nicht diskutabler Teil unserer Vereinsphilosophie.

Also kurz wieder Richtung Tangente, hinunter, raus Richtung Süden. Ab Wiener Neudorf freie Fahrt auf der Bahn. Zumindest für österreichische Verhältnisse. Ok, noch die Baustelle mit der Geschwindigkeitsbeschränkung abwarten. Rechte Spur. Geduld üben. Der drängelnde Audi hinter mir weiss ja aus seinen Stammtischsachverständigenabenden: „diese Elektroschrottkarren fahren immer hinter dem Lastraftwagen her. Mein 217 PS Diesel zeigt dem gleich, wo der Hammer hängt!“ 80 Ende, freie Fahrt. Zack, 4,7 Sekunden: 100 km/h. Schneller als gedacht, zeigt der digitale Tacho 140 km/h. Wo ist der Audi?

Ein mit Radarsensoren arbeitender Autobahnassistent schafft bei Bedarf jederzeit den richtigen Sicherheitsabstand zum vorausfahrenden Verkehr. Als Fahrer überwache ich optisch das Gesamtumfeld, den Rest erledigt der KIA EV6 mittlerweile selbst – Geisterhand, ich hör dir tricksen. Bequem und daher richtig toll!

Die clevere Kombination der navigationsbasierten und adaptiven Geschwindigkeitsregelanlage mit Kurvenfunktion lässt den Autobahnassistent vor Kurven die Geschwindigkeit frühzeitig reduzieren. Alles jeweils, um adhoc wieder auf die vorab eingestellte Reisegeschwindigkeit zu beschleunigen.

Sind viele Eigner von derzeitigen Elektroautos derzeit noch auf der Suche nach einem Lastenesel, wird der Nutzer des KIA EV6 AWD hier fündig: die Ausführungen mit der vorhandenen 77,4-kWh-Batterie kann gebremste Anhänger bis zu 1,6 Tonnen ziehen. Beim Basismodell mit 58-kWh-Akku sind es derzeit immerhin noch bis zu 750 kg. Wir haben dies nicht getestet – dazu fehlte uns die Anhängevorrichtung.

In 17 Minuten von 10 auf 80

Dies sind nicht die Beschleunigungswerte. Denn jene schafft der EV6 AWD locker viel schneller. Im EV6 AWD ist Entspannung pur angesagt. Beim Fahren als auch beim Laden. Wir reden hier vom Ladevorgang an sich. In 17 Minuten ist er auf 10% verbrauchte Akku an einem Hypercharger auf 80% aufgeladen. Vorausgesetzt, „Mama“ und „Papa“ passen wirklich gut zusammen samt der Technik und allen Parametern.

Also Stecker ran, Identifikation tätigen, auf geht’s. Wer es sich in dieser kurzen Zeit etwas bequem machen möchte, nutzt die wunderbaren Liegesitze des „ICE“ EV6. in kurzer Zeit ist das Erlernen der Vielzahl von Funktionen und Apps im Multimediasystem möglich. Just Do it! 

Die optionale Meridian Soundanlage mit insgesamt 14 Lautsprechern, einer externen Endstufe und Surround Sound Musik System tragen zum großartigen Gesamtkomfort bei. Es war ein toller Sound!

Sämtliche notwendigen und relevanten Daten sind auf dem „Home-Bildschirm“ im KIA EV6 ersichtlich.

Um es nicht unerwähnt zu lassen: der KIA EV6 ist bidirektional ladefähig: du kannst also dein leergetrampeltes Elektrobike gleich am Fahrzeug wieder vollladen und eine Cafemaschine mitanschließen. Grenzgenial und in Deutschland seit letzter Woche auch gesetzlich geregelt.

Schon heute laden KIA-Kunden an den Autobahnstationen des Anbieters Ionity, mit dem die Marke kooperiert, ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien. Künftig gewährleistet KIA darüber hinaus, dass auch bei der Nutzung der weiteren gut 300.000 Ladepunkte, die den Kunden europaweit zur Verfügung stehen, die entnommene Strommenge vollständig durch nachhaltig erzeugten Strom kompensiert wird. Bei diesen Ladepunkten handelt es sich um das Netzwerk des Unternehmens Digital Charging Solutions (DCS), mit dem die Mobilitätsmarke bei ihrem Ladeservice zusammenarbeitet.

Packesel?

Alle Kindersitzoptionen passten ausgezeichnet. DA wir mit Zwillingen immer auf alle Eventualitäten vorbereitet sind, konnten wir auch hier alle Variationen testen. Überall Platz und genug Beiunfreihheit – für Kind und Kegel.

Der Kia EV6 hat ein Kofferraum – Fassungsvermögen von 490 Litern (mit GT-Lone Paket: 480 Liter). Durch ein Umklappen der Sitze in der zweiten Reihe kann dieses auf ca. 1.300 Liter erweitert werden.

Serienmäßig gibt es jeweils eine Öffnung zum Skitransport. Der Stauraum im Frunk fasst bei den Modellen mit Heckantrieb jeweils 52 Liter, beim AWD ca. 20 Liter.

 

Fazit

Was bleibt nach den Testfahrten? Der EV6 ist Erstwagen, kein Kompromiss. Langstreckenangst gibt es nicht. Der KIA EV6 AWD macht Spass. Punkt! Seine 239 kW (325) PS – verteilt auf alle vier Räder –befördern Alles und Jeden zügig von A nach B. Mit der Höchstgeschwindigkeit von 193 Km/h ist der KIA EV6 die gelungene Alternative für sportlich Aktive.

Im Gesamtpaket gibt es derzeit nach meiner Ansicht keinerlei Konkurrenz. Natürlich hat die nun bereits auch in Österreich erhältliche GT-Variante noch mehr Sportlichkeit, noch mehr Power, noch mehr Dynamik. Dieser 430 kW starke EV6 spielt in einer noch ganz anderen Liga.

Kaum ein Mittelklasse BEV kann derzeit mit dem Paket Preis / Leistung mitgehen. Mehr bekommt man einfach nicht für den monetären Invest.

Der KIA EV6 AWD ist für mich das Fahrzeug ohne Kompromisse. Unsagbar flott geladen, agil und reichweitenstark. Akkuherz, was willst du mehr? Allerdings stellst sich derzeit aufgrund der Lieferengpässe im gesamten Automobilsektor die Frage kaufen oder leasen? Kaufen ist aufgrund der raschen Entwicklung für mich kein Thema. Waschen mit buntem Schaum schon.

Wenn auch du Interesse an einem elektrischen KIA hast, melde dich bei Autostahl: Verkaufsleiter Thomas Suchy hat fast alle vor Ort für deine persönliche Probefahrt.

Eines ist sicher: gib ihn nicht deiner Frau. Du bekommst ihn tagelang nicht wieder. Ich schreibe für einen Freund!

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