Will man nun Pakete liefern, Werkzeug transportieren oder einfach nur viel Stauraum haben: Der Renault Trafic spielt als leichtes Nutzfahrzeug unterhalb des Renault Master seine Stärken im Transport aus.

EInen weiteren Grund sind Kinder und deren Bedürfnisse. Immer wieder von meinen Zwillingen befragt, wann wir einmal solch ein großes Auto haben werden, musste ich mich ergo geschlagen geben.

Allen Unkenrufen nach nachhaltigen Mobilitätskonzepten zum Trotz. Also auf zum Schlafen im Kastenwagen im Nirgendwo am Neusiedler See.

Derzeit wird er als klassischer Kastenwagen, Doppelkabine oder Plattform und für jeden Einsatzbereich bestens gerüstet angeboten.  Heuer ähnelt der Trafic deutlich mehr manch Pkw und eignet sich in der Kombi-Version mit Sitzen statt Laderaum zudem auch als bequemer Reisebus.

Derzeit fahren alle Nutzfahrzeugvarianten des Trafic mit einer wirklich imposanten neu gestalteten Frontpartie, serienmäßigen Voll-LED-Scheinwerfern, neuem Innenraum und einem aufgefrischten Arsenal an Fahrerassistenzsystemen vor.

Erster Eindruck

Die optischen Updates entsprechen denen am Trafic Combi. Die Motorhaube liegt nun flacher, der Kühlergrill steht steiler. Neu gestaltete Stoßfänger sowie Voll-LED-Scheinwerfer runden den ersten guten Eindruck ab.

Zur erweiterten Ausstattung an optionalen Fahrerassistenzsystemen gehören ein adaptiver Tempomat, Fernlichtassistent, Spurhalte-Warner, Tot-Winkel-Warner, Verkehrszeichenerkennung mit Geschwindigkeitswarner, Anhängerstabilitätskontrolle, Einparkhilfen vorne, hinten und an den Seiten sowie die Rückfahrkamera.

Komfortzone

Key Less-Go und Voll-LED-Leuchten gehören mittlerweile zum guten Ton und der Komfort-Fahrersitz darf auch nicht fehlen. Erstaunlich, wie komfortabel es hier mittlerweile geworden ist. Hoher Komfort und toller Fahrspaß- auch mit voller Ladung auf der Südautobahn. Das Multi-Media-Easy Link System am acht Zoll großen Bildschirm funktioniert tadellos. Sogar die Ladeschale fürs Telefon fährt mit. Der Material-Mix im Cockpit ist sehr hochwertig und edle Dekoreinlagen sorgen für die optische Abrundung.

Es fehlt uns an nichts. Nicht einmal an Feigen direkt an unserem ersten Standplatz.

Fahren

Als Basismotor mit der EURO 6d Norm gilt der 110-PS-Motor mit Schaltgetriebe. Hier rüber hinaus agiert ein 150-PS-Diesel, welcher optional auch mit einem Doppelkupplungsgetriebe kombiniert werden kann. Wir fahren den Top-Motor als 170-PS-Aggregat.

Das seit rund einem Jahr zusätzlich zur Traktionskontrolle erhältliche Extended Grip scheint eine mechanische Differenzialsperre zu sein, welche für noch bessere Traktion sorgt.

Das Motorenportfolio für den Transporter umfasst vier Dieseltriebwerke, die alle die Abgasnorm Euro 6d-Full erfüllen, mit Start-Stopp-System kommen und ein Leistungsspektrum von 110 bis 170 PS abdecken. Serie ist eine manuelle Schaltung, die Versionen mit 150 und unser 170 PS Trafic können aber auch mit einem Doppelkupplungsgetriebe kombiniert werden. Angetrieben wurde unser Renault Trafic mit langem Radstand von einem 2 Liter großen, 170 PS wirklich starken Vierzylinder-Diesel.

Wir haben auch vollbeladen keinerlei Probleme beim Anzug oder auf Steigungen. Ganz im Gegenteil: unerwartet sind wir gar manchmal zu schnell einfach. ja: zu schnell. In Verbindung mit dem 6-Gang-EDC-Getriebe, welches mit schnellen und sanften Schaltvorgängen aufwarten kann, erhält der Fahrer eine Unmenge an Komfort. Allein die drei Sitze in der ersten Reihe lassen das Fahren mit einem Transporter immer wieder ins Gemüt kommen.

Dass wir fast immer verfolgt werden von einem gewissen Friedrich Brandstetter, versteht sich mittlerweile von selbst (Ironie aus):

Wir kommen mit der recht niedrigen Höhe in die meisten Garagen und haben dennoch einen riesigen Stauraum. Am besten testet man dies alles – wie eingangs bereits erwähnt mit Gütern oder eben mit fragenden Kindern – auf einem Campingplatz.

Mit einem Verbrauch von 6,9 Litern Diesel auf 100 Kilometern und einem Startpreis in Höhe von derzeit ab 29.400 Euro im direkten Vergleich zum wesentlich kleineren VW T7 eine gelungene Alternative.

Für unseren Testwagen mit absoluter Vollausstattung wären 42.837 Euro zu zahlen gewesen.

Platz da!

Das wichtigste Asset eines solchen Nutztiers ist der Laderaum. Hier spielt der Trafic seine wahren Stärken aus. Bis zu 6 m³ gibt die seitlich aufschwingende Heckklappe frei. Die Länge des Laderaums bis zur Trennwand liegt bei 293,7 Zentimetern. Sollte das zu wenig sein, bietet Renault optionale Ladeklappen in der Trennwand, die es ermöglichen, noch längere Gegenstände zu verstauen.

Fazit

Der Trafic ist eines ganz gewiss: ein praktikables Arbeitstier. Der Wagen bietet einen üppigen Kofferraum, eine respektable Zuladung, eine sehr hohe Dachlast sowie für die serienmäßige Anhängekupplung ausreichend Stützlast.

Das Fahrverhalten möchte ich ausdrücklich als sicher beschrieben wissen. Weder Windanfälligkeiten noch Neigungsprobleme waren bemerkbar. Besonderes Lob erntet die Reichweite von über 1000 Kilometern aufgrund des 80 Liter großen Tanks.

Mit 270 möglichen Varianten gehört der Trafic somit maus meiner Sicht in jede Überlegung eines KMU oder EPU als Dienstlieferwagen.

Die Technik

Motor: Vierzylinder-Diesel

Hubraum: 1997 ccm

Drehmoment: 380 Nm bei 1500 U/min

Leistung: 125 kW/170 PS

L/B/H: 5480/1956/1967 mm

Gewicht: 1819/3070 kg

Ladevolumen: 6 m³

Tankinhalt: 80 l

Höchstgeschwindigkeit: 176 km/h

0–100 km/h: 9,9 Sekunden

Verbrauch: 7,2 l/100 Kilometer

Kraftübertragung: Frontantrieb

Preis: 42.837 Euro

CO2-Emission: 190 g/km

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