Elektrifizierte Antriebe halten derzeit auch bei Subaru Einzug. Subaru bringt auch den XV als Mildhybrid zu den Kunden.

In puncto Allradtechnik hat Subaru die Nase vorn: Alle Modelle von Subaru fahren bekanntlich und traditionell mit einem Vierradantrieb. Dieser bringt zusätzlich zum Handling auch sicherheitsrelevante Vorteile bei Schnee und Eis.

Als Exot ist Crossover-SUV mit dem Namenskürzel XV das Crossover mittlerweile das in Österreich meistverkaufte Modell der Allradmarke. Macht er doch mit seinen muskulös ausgestellten Radkästen, der mattschwarzen Verkleidung an Stoßfängern und Seiten sowie der 22 Zentimeter hohen Bodenfreiheit nicht nur optisch einen großartigen Eindruck. Mit seiner Bodenfreiheit von 22 cm lassen sich mehr als nur Gehsteige erklimmen.

Erste Begegnung

Im Zuge des letzten Facelifts kamen auch neue Farben ins Spiel. Unser 4,49 Meter lange Testwagen Subaru XV 2.0i e-BOXER mit der Ausstattung Style Xtra strahlt bei Ankunft in einem unglaublich großartigen Plasma Yellow.

Große Radlaufverkleidungen aus schwarzem Kunststoff sowie stylische Alu Räder im Fünflochdesign lassen den XV stark erscheinen.Optisch hat man dem neuen XV vor allem bei der Frontpartie eine Überarbeitung angedeihen lassen.

Sehr gut stehen ihm die silberfarbenen Akzente in der Frontschürze beim Markenemblem und um die Nebelscheinwerfer, die ebenfalls ein Unterscheidungsmerkmal zum 1,6-Liter sind.

Die silberne Dachreling ist nur mehr dezent vorhanden und endet in einem kleinen Dachspoiler. Trotz aller Dynamik bleibt er ein echter Geländetyp.

Erste Sitzprobe

Platz bietet das japanische Crossover vorab genügend für eine kleine Familie.  Die 340 Liter reichen aber für den Alltag. Wenn es etwas mehr sein soll, muss man auf die teilbare Rückbank zurückgreifen. So kann man das Volumen auf bis zu 1.193 Liter erhöhen.

Die vorderen Sitze sind per Schalter in der Mittelkonsole auch zweistufig beheizbar. Die Lederausstattung wie auch das Glasschiebedach bleiben der Topversion vorbehalten. Die Stoffsitze sind insgesamt äußerst bequem, das Lederlenkrad liegt gut in der Hand und fast alle Flächen auf dem Armaturenbrett sind in der Haptik sehr hochwertig.

In unserer Ausstattungsvariante findet man zur Rückfahrkamera zusätzlich eine Frontkamera, welche allerdings eine bessere Auflösung haben sollte.

Innenraum:

Ausstattungshighlight ist das Subaru Starlink-Infotainmentsystem mit einem 8 Zoll-Touchscreen samt Navigationssystem. Selbstverständlich ist eine vollständige Smartphone-Konnektivität mit Android Auto oder Apple CarPlay anbei. Das Infotainmentsystem punktet durch klare Strukturierung und wenig unnötige Untermenüs.

Der zentrale Touchscreen fügt sich inzwischen schon harmonisch in die Mittelkonsole ein, wirkt nicht mehr nach Zubehör wie vor wenigen Jahren. Pfiffig ist das oben mittig platzierte Infosystem. Hier lassen sich zahlreiche Fahrzeuginformationen anzeigen. So kann jeweils nach Bedarf der Verbrauch, die Kraftverteilung an die Räder oder die aus dem Rally Sport bekannte Neigung des Fahrzeugs angezeigt werden.

Innen herrscht somit vorrangig Funktionalität vor. Mehr Drucktasten als Touch-Optionen oder architektonische Spielereien. Sechs Lautsprecher sorgen zudem für den entsprechenden Sound im Innenraum.

Kofferraum & Transport

Platz haben die Insassen dank dem auf 2,67 Meter gewachsenen Radstand vorn und hinten ausreichend, lediglich das Gepäck will im etwas kleinen Kofferraum gut organisiert sein. Nach eTOURING Messung passen zwischen 285 und 1230 Liter hinein.

Motoren

Beim e-Boxer werkeln zwei Triebwerke.

Als Antriebsquelle stehen zwei Boxer-Motoren mit unterschiedlichen Hubräumen zur Wahl: ein 1,6-Liter-Aggregat mit 84 kW/114 PS sowie der von uns im eTOURING Praxistest gefahrene 2,0-Liter mit 110 kW/150 PS und einem maximalen Drehmoment von 194 Nm.

Für eine extra Portion Schub soll ein 17 PS starken Elektromotors (Mildhybrid) sorgen und zeitgleich den Kraftstoffverbrauch senken. Dieser steckt im Gehäuse des weiterhin genutzten Lineartronic-Getriebes. Die stufenlose Automatik ist in allen aktuellen Subaru-Modellen mit Ausnahme des Coupés BRZ serienmäßig.

Zwar klingen 17 zusätzliche Pferdchen elektrische Leistung und 66 Newtonmeter Drehmoment wenig. In der Realität hat der XV mächtig Wumms dazubekommen. Der Verbrenner setzt ruppig zu. Hintergrund ist die Vorgabe, dass man nicht elektrisch durch die Gegend rollen soll. Viel eher ist es im Sinne der Lastpunktverschiebung Aufgabe des Elektromotors, den Verbrenner zu unterstützen.

Wenn sich Motor und Antriebsstrang warmgefahren haben, schaltet das Hybridystem den Verbrenner im Teillastbetrieb oder beim Ausrollen an eine Kreuzung zuverlässig ab. Bis maximal 40 km/h erlaubt die Technik ein Vorankommen ohne erneutes Anwerfen des Benziners. Im Stadtverkehr soll der XV auf diese Weise einen Liter weniger konsumieren gegenüber den anderen Versionen ohne E-Unterstützung.

Fahren

Wie immer bei Subaru gefällt die Laufkultur des Motors. Fein dosiert schneidet die Automatik („Lineartronic“)ab. Das stufenlose Getriebe bietet einen hervorragenden Schaltkomfort, da es bei gemächlicher Fahrweise keine merkbaren Schaltvorgänge gibt.

Die elektromechanische Lenkung hinterlässt einen durchschnittlichen Eindruck. Sie fühlt sich etwas teigig an und ist bei höheren Geschwindigkeiten um die Mittellage nicht klar definiert. Auf kurvigen Landstraßen sind häufig Kurskorrekturen nötig.

Geländegängigkeit ist der Marke Subaru weiterhin wichtig. So gibt sie den Böschungswinkel vorne mit 19,5 Grad) an. Unüblich in diesem Segment. Auf Knopfdruck (X-Mode) passt der XV seine Steuerungslogik an.

Sicherheit

Ab Werk bietet der Subaru XV moderne Sicherheitssysteme wie ein Notbremssystem samt Kollisionswarner, einen Spurhalteassistenten sowie die adaptive Abstands- und Geschwindigkeitsregelung. LED-Scheinwerfer sind ebenfalls bereits in der Basisausstattung dabei.

Der XV ist generell serienmäßig mit dem herausragend funktionierendem EyeSight Assistenzsystem ausgestattet. Es besteht aus einer Stereokamera mit zwei Objektiven, die unauffällig links und rechts vom Rückspiegel angebracht sind. Diese arbeiten wie das menschliche Auge und scannen unentwegt die Straße nach unerwarteten Gefahren. Das System erkennt nicht nur andere Fahrzeuge, sondern auch Fußgänger oder Radfahrer und bestimmt ihren Abstand, ihre Form und ihre Geschwindigkeit mit hoher Genauigkeit.

Der adaptive Tempomat regelt insgesamt sehr vorbildlich und berechnend wie manch Premiumhersteller. Im Notfall verzögert der XV prompt mit dem ordentlichen Nachdruck -bis hin zum Stillstand. Nach einer Notbremsung wird zudem die Warnblinkanlage automatisch aktiviert und der nachfolgende Verkehr gewarnt.

Das kostet der Subaru XV e-BOXER

Der Subaru XV beginnt bei 26.990 Euro. Dafür gibt es den 114 PS starken 1,6 Liter Benziner. Für den XV mit e-BOXER werden mindestens 35.490 Euro fällig. Mein Testwagen kostet mit der Metallic Lackierung am Ende 37.490 Euro. Die transparente Preisgestaltung ist klar und übersichtlich strukturiert.

Fazit

Der Subaru XV e-Boxer bleibt auch als Mildhybrid seinen Werten treu. Er bleibt sich als hemdsärmeliger Weggefährte treu und überzeugt im Alltag.

Wer ein kompaktes und vor Allem sehr sicheres Allradauto mit ausreichend Platz für die Familie sucht, wird hier auf jeden Fall fündig. Mit seinem Allradmanagement-System „X-Mode „werden Motor, Allradantrieb und Bremskraft auch bei widrigen Geländebedingungen im Einklang koordiniert.

Fünf Jahre Garantie (bis 160.000 Kilometer) sorgen für Zuversicht.


Weitere Infos zum Subaru XV e Boxer findest du unter Subaru

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