Wir fuhren erneut einen Ford Kuga, diesmal die 2,5 FHEV Version in der Ausstattung ST-Line X, AWD, Solar Silver
Heute testen wir für euch den Ford Kuga FHEV – also den Vollhybriden. Was kann dieser und welche Vorteile hast du von ihm?
Allgemeines zu Ford Kuga
Insgesamt setzt die Branche im Allgemeinen auf den E-Antrieb. Da wir – und dies belegen die Zahlen – auch Übergangslösungen benötigen, kommen immer wieder hybride Varianten zum Zuge.
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Die aktuelle C2-Architektur zeigt am Kuga den Zugang zu zukunftsorientierter Technik. Bereits viele Jahre am Markt, ist der Ford Kuga weiterhin eines der Daurläufer bei Ford – und dies aus gutem Grund.

Hier gibt es verschiedene Antriebsvarianten
Insgesamt kann bei der Ford Kuga in verschiedenen Varianten bestellt werden. Als Plug-in Hybrid Electric Vehicle Version, wo Strom durch den Verbrennermotor sowie extern durch ein Ladekabel generiert oder zugefügt werden kann. Letztendlich bleibt die von uns eben gefahrene Full Hybrid Electric Vehicle Version. Hier wird die Akkuenergie allein durch den Verbrennermotor oder durch die Rekuperation gewonnen.
Beim Vollhybrid (kurz FHEV) haben die Pioniere von Ford ganze Arbeit geleistet. Kleinere Strecken können bewusst rein elektrisch gefahren werden. Und dies ist in der heutigen Zeit absolut notwendig.

Erster Eindruck
Der Kuga ist weiterhin ein familienfreundliches und modernes Fahrzeug. Die Front geht in eine flachere Scheibe und eine niedrigere Dachlinie über, insgesamt sportlich und dennoch groß. Das Fahrzeug liegt mit 4,61 Metern Länge über der Kompaktklasse und wirkt innen als auch außen größer. In der Hybrid Version ist er als Front- als auch Allradvariante erhältlich.

Dabei prüft das System die kombinierten Sensoren alle 20 Millisekunden zwecks Schlupfentstehung. Der Hybrid-Antriebsstrangs gibt die Kraft so bei Bedarf an alle vier Räder weiter.

Wie fährt sich der Ford Kuga FHEV?
Die maximale Systemleistung beträgt 190 PS. In einer kleinen 1,1-kWh-Batterie wird beim Bremsen und Ausrollen Energie gespeichert. Jene unterstützt in weiterer Folge den Benziner zur Kraftstoffeinsparung. Der Hybridantrieb kombiniert einem 2,5-Liter-Duratec-Vierzylinder-Benziner mit 152 PS und einem Elektromotor mit 126 PS. Die maximale Systemleistung beträgt 190 PS. Für die Kraftübertragung sorgt ein stufenloses CVT-Getriebe, welches seine Drehzahl automatisch an die Fahrgeschwindigkeit anpasst, um den „Gummibandeffekt“ zu reduzieren.
Die exakte Lenkung macht in flotten Kurvenfahrt Spaß. Sie dürfte etwas straffer sein, aber ihr kennt das Jammern auf hohem Niveau? Da wir hier keinen Sportwagen haben, neigt sich die Karosserie stärker, aber stets in Zusammenarbeit mit der Fahrwerksabstimmung komfortorientiert. Mit einem Wechsel in den Sport-Modus verbessert sich aber das Einlenkverhalten ad sofort. Das Einlenken wird fühlbar straffer und die Motorleistung nimmt sofort zu. Der Kuga wirkt agiler.
Im Test lag der durchschnittliche Verbrauch bei rund 5,9 Litern. Der Vollhybrid ist hier im Vergleich zu einem Diesel im urbanen Bereich absolut die bessere Wahl.
Die inneren Werte
Wer hinter dem Steuer Platz nimmt, könnte die Lenkung als indirekt wahrnehmen. Von seinem Fahrverhalten her ist der Ford Kuga insgesamt stets auf Komfort ausgelegt. Dazu passen auch die gut verarbeiteten Sitze. Hier haben wir ein schön angreifbares Alcantara-Leder für ein Wohlfühlfeeling. Der Fahrersitz ist 10-fach elektrisch einstellbar. In Verbindung mit der Bang & Olufsen- Musikanlage sitzt man wirklich großartig. Nach Drücken des leicht schräg angebrachten Start-Stopp-Knopfes legt der Kuga FHEV die ersten Meter rein elektrisch zurück. Außen erkennt man erstaunte Blicke, dass der Sound anscheinend weit zu hören war. Im Display steht in diesem Fall die Meldung „Elektrisches fahren“. Danach schaltet sich recht bald und kaum merkbar, der Benzinmotor dazu. Diese Kombination macht den Kuga FHEV bereits im unteren Drehzahlbereich sehr durchzugsstark. Die E-Motor-Unterstützung ist klar spürbar. Sehr harmonisch folgt die Zusammenarbeit zwischen Verbrenner und E-Aggregat, auch die CVT-Automatik leistet einen guten Job mit ihren simulierten Gangwechseln.

Während der Fahrt versorgt der 12,3-Zoll große und sehr gut ablesbare Bildschirm den Fahrer mit einer Vielzahl an Informationen. Da der Innenraum des Kuga ansonsten recht solide verarbeitet ist, würde es stimmiger wirken, ein Head up-Display direkt in die Windschutzscheibe zu projizieren. Die Sitzposition ist recht hoch, dazu kommt noch reichlich Kopffreiheit. Ein allfälliger dritter Passagier muss sich im Fond eventuell mit dem Mitteltunnel arrangieren, weil hier die Bewegungsfreiheit etwas geringer ausfällt. Stauraum – insbesondere für Familien- ist ausreichend vorhanden. Der Ford Kuga ist als Familienfahrzeug wirklich gut ausgestaltet. Das Kofferraumvolumen variiert durch die verschiebbare Rückbank zwischen 412 Litern und 526 Litern. Das Kippen der Lehnen ist durch einen Zugmechanismus auch aus dem Kofferraum möglich, als Maximal-Kofferraumvolumen gibt Ford mit 1.534 Liter an. Bei einer Kofferraumhöhe von 83 Zentimetern geht so mancher Koffer gar hochkant hinein.

In der Praxis überzeugt das Cockpit aber mit Benutzerfreundlichkeit: Der 8-Zoll-Touchscreen mit 20,3 Zentimetern Bildschirmdiagonale ist direkt im Blickfeld ideal platziert und arbeitet im Stil der aktuellen Smartphones. Samt Android oder CarPlay. Logische Menüführungen lassen uns sehr flott in die Untermenüs gelangen. Verschiedene Bereiche wie Navi, Telefon und Radio sind ebenso auf einen Blick – also gleichzeitig- sichtbar. Die Sprachsteuerung funktioniert gut. Insgesamt ergo ein gelungenes und weiterhin recht modernes System. Zudem gibt es digitale Armaturen in Form eines 12,3 Zoll-Displays mit 32 Zentimetern Bildschirmdiagonale. Das Head-up-Display ist äußerst praktisch und angenehm, die Umsetzung mit ausfahrbarer Kunststoffscheibe ist ansehnlich, aber etwas in der Vergangenheit behaftet. Der Fahrersitz hat etwas wenig seitlich Unterstützung, dafür jedoch zehnfach elektrisch verstellbar und bequem. Sehr bequem!
Der Testwagen hat die sportliche „ST Line X“ Version mit Velourslederpolsterung und roten Ziernähten. Sehr ansehnlich.

Was letzte Preis?
Den Basis-Ford Kuga gibt es bereits ab 29.959 Euro. Für unseren Testwagen wären ungefähr 46.000 Euro zu zahlen. Insgesamt im Schnitt kein hoher Preis für einen vollhybriden SUV mit 190 PS, Automatik und Allrad. Die Tarife liegen jedenfalls im Klassenschnitt und ziemlich genau auf Dieselniveau – für einen Kuga mit 120-PS-Selbstzünder zahlt man ähnlich viel.
Zu den Fakten Ford Kuga
Fazit
Im Vergleich zum Vorgänger wirkt der Kuga weiterhin deutlich erwachsener und ausgereifter. Die gute Familientauglichkeit ist ein wesentlicher Pluspunkt. Viel Raum und immer funktionierende Türschützer sind des Papas Segen. Der Ford Kuga gefällt insgesamt mit seinem geräumigen Innenraum, den guten Fahrleistungen sowie dem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis.
Die Vollhybrid-Version zählt ganz klar als Diesel-Alternative, speziell für all jene, die oftmals kürzere Strecken zurücklegen und großen Wert auf eine gute Effizienz legen. Ford hat sich mittlerweile als der Spezialist für Hybride mit zwei verschiedenen Systemen entwickelt.
Bilderserie


















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