Auf der CES 2024 präsentierte Studie Kia Concept PV5 gibt Ausblick auf die 2025 startende dreistufige Einführung von PBVs, die die Mobilitätslandschaft in der kommenden Dekade verändern sollen
Die Kia Corporation und Uber haben auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas eine Absichtserklärung unterzeichnet, mit der die beiden Unternehmen vereinbaren, bei der von Kia geplanten Entwicklung und Einführung von Spezialfahrzeugen (PBVs) zusammenzuarbeiten. Durch die Kooperation soll das Angebot an Elektrofahrzeugen auf der Uber-Mobilitätsplattform erweitert und der weltweit führende Ride-Hailing-Anbieter dabei unterstützt werden, sein Ziel der Emissionsfreiheit bis 2040 zu erreichen. Kia definiert PBV (ursprünglich die Abkürzung für „Purpose-built Vehicles“) neu als „Platform Beyond Vehicle“, also eine Plattform, die über das Fahrzeug hinausgeht. Die Partnerschaft mit Uber zielt darauf ab, im Rahmen dieser Strategie Kia-PBVs zu produzieren, die für Fahrer und Flotten in diesem Bereich des Mobilitätsmarktes optimiert sind.
Teilnehmer der Unterzeichnungszeremonie Sangdae Kim, Leiter der Division PBV bei Kia, SeungKyu (Sean) Yoon, Präsident und CEO von Kia North America und Kia America, und Susan Anderson, Vice President und Global Head of Business Development bei Uber (Headerbild von links).
„PBVs werden eine Schlüsselrolle in der kundenspezifisch angepassten Mobilität spielen. Durch die Partnerschaft mit Uber will Kia branchenführende Technologien mit fortschrittlicher Software und modernen Services anbieten, um das Ride-Hailing-Erlebnis zu verbessern“, sagt SeungKyu (Sean) Yoon, Präsident und CEO von Kia North America und Kia America.
„Die Fahrer auf der Uber-Plattform werden darüber hinaus die Möglichkeit haben, Kia-Fahrzeuge mit einer umfassenden Palette von Angeboten zu wählen. Das soll den Einstieg in die Elektrifizierung erleichtern sowie Kia und Uber dabei helfen, ihre jeweiligen Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.“
Kia verfolgt mit der Zusammenarbeit das Ziel, die optimalen Spezifikationen für PBV-Modelle zu identifizieren und möglicherweise weitere Technologien und Services zu integrieren, von denen Fahrer und Ride-Hailing-Nutzer gleichermaßen profitieren. Angestrebt wird mit der Partnerschaft darüber hinaus die Erstellung von Machbarkeitsstudien und Prototypen sowie die Produktion von PBVs, die auf die Bedürfnisse der Fahrer, die die Uber-Plattform nutzen, zugeschnitten sind.
„Bei der Transformation der Mobilität kommt PBVs eine zentrale Rolle zu. Diese Kooperation wird die PBV-Entwicklung mit optimal auf die Bedürfnisse von Fahrern und Mitfahrern zugeschnittenen Fahrzeugen vorantreiben“, sagt Sangdae Kim, Leiter der Division PBV bei Kia. „Der Schwerpunkt liegt dabei auf fortschrittlicher Software und modernen Services, wozu auch die Integration von interaktivem Infotainment und wegweisender Sicherheitstechnologie gehört.“
Durch die Entwicklung optimierter Betriebslösungen, die ein vernetztes Fahrzeugerlebnis für alle schaffen, könnten neue Nutzererfahrungen für Fahrer und Passagiere möglich werden. Personalisierte Fahrumgebungen einschließlich Klima- und Soundsteuerung sowie interaktive Entertainmentsysteme für die Rücksitze könnten ebenfalls folgen.
Kia und Uber werden gemeinsam daran arbeiten, die Gesamtbetriebskosten eines Fahrzeugs zu reduzieren. Dazu gehört, dass sie die verschiedenen PBV-Optionen sowie potenzielle Battery-as-a-Service-Abonnementangebote analysieren, um die Anschaffungskosten des Fahrzeugs zu verringern.
Die Kooperation mit Uber wird auch das Wachstum des Abo-Programms Kia Flex in Nordamerika fördern, dessen Ausdehnung in weitere Märkte in naher Zukunft geplant ist. Es wird aktuell in mehreren US-Bundesstaaten angeboten und ermöglicht dortigen Fahrern, Kia-Fahrzeuge für die Nutzung auf der Uber-Plattform auszuwählen. Die Ausweitung von Kia Flex wird den Uber-nutzenden Fahrern ein umfassendes Fahrzeugpaket einschließlich EV-Optionen, Versicherung und Wartung bieten.
„Die Fahrer auf der Uber-Plattform gehören bereits zu den ‚Early Adoptern’ der Elektrifizierung. Sie steigen sechs- bis siebenmal schneller auf ein Elektrofahrzeug um als der Durchschnitt der Bevölkerung in den USA und Europa“, sagt Susan Anderson, Vice President und Global Head of Business Development bei Uber.
„Das ist gut für uns alle. Denn wenn Ride-Sharing-Fahrer zum Elektroantrieb wechseln, profitieren die Kommunen drei- bis viermal mehr von den Emissionsvorteilen, als wenn durchschnittliche Fahrer umsteigen. Durch die Zusammenarbeit mit Kia und die Bereitstellung unserer Erkenntnisse wollen wir die Attraktivität von Elektrofahrzeugen steigern und deren Kosten senken, um sie für mehr Autofahrer zu einer selbstverständlichen Wahl zu machen.“
Die Anwendung der Diagnose- und Präventivdienste des Telematiksystems Kia Connect wird die betriebliche Effizienz steigern. Denn mit den datengestützten Lösungen lassen sich Anzeichen potenzieller Fehlfunktionen erkennen, was dazu beiträgt, den Wartungsaufwand und Ausfallzeiten zu minimieren.
Das Anfang dieser Woche auf der CES vorgestellte PBV-Projekt von Kia ist ein mehrstufiger, auf eine Dekade angelegter Plan. Demzufolge werden PBVs die Mobilitätsbranche revolutionieren und zugleich die Ambitionen der Hyundai Motor Group, zu der Kia gehört, in den Bereichen Robotik, fortschrittliche Luftmobilität (Advanced Air Mobility, AAM) und autonomes Fahren vorantreiben.
Das PBV-Geschäft wird sich zunächst auf ein völlig neues, modulares Fahrzeug stützen, auf das die jetzt in Las Vegas präsentierte Studie Kia Concept PV5 einen Ausblick gibt. Das Serienmodell PV5 soll ab 2025 in mehreren Varianten auf den Markt kommen, darunter PV5 High Roof, PV5 Van, PV5 Chassis Cab, PV5 Robotaxi und PV5 Pickup. Während sich alle Varianten durch die modulare Wandlungsfähigkeit des Basismodells auszeichnen, wird jede von ihnen eine Reihe einzigartiger Merkmale bieten inklusive weiterer Uber-spezifischer Optimierungen, die auf den Ride-Hailing-Markt zugeschnitten sind.
Über Uber
Die Mission von Uber ist es, durch Bewegung Möglichkeiten zu schaffen. Das Unternehmen hat 2010 damit begonnen, ein einfaches Problem zu lösen: Wie kann man auf Knopfdruck eine Mitfahrgelegenheit bekommen? Mehr als 44 Milliarden Fahrten später entwickelt das Unternehmen Produkte, die Menschen ihrem Ziel näherbringen. Indem Uber die Art und Weise verändert, wie Menschen, Lebensmittel und Dinge sich durch Städte bewegen, ist es eine Plattform, die der Welt neue Möglichkeiten eröffnet.
Über Kia
Kia ist eine globale Mobilitätsmarke mit der Vision, nachhaltige Mobilitätslösungen für Verbraucher, Kommunen und Gesellschaften weltweit zu schaffen. Das 1944 gegründete Unternehmen ist seit mehr als 75 Jahren in der Mobilitätsbranche tätig. Kia hat heute weltweit etwa 52.000 Beschäftigte, ist in über 190 Märkten vertreten, betreibt Produktionsstätten in sechs Ländern und verkauft rund drei Millionen Fahrzeuge pro Jahr. Kia ist ein Vorreiter bei der Popularisierung von elektrifizierten und batteriebetriebenen Fahrzeugen und entwickelt vielfältige Mobilitätsdienste, um Millionen von Menschen rund um den Globus zu ermutigen, die für sie besten Fortbewegungsarten zu erkunden. Der Markenslogan „Movement that inspires“ („Bewegung, die inspiriert“) verdeutlicht die Zielsetzung von Kia, Verbraucher durch seine Produkte und Services zu inspirieren.












