Unser Tesla Model X gibt sich nicht bescheiden. Mit einer Länge von 5.036 mm, einer Breite von 1.999 mm und einer Höhe von 1.684 mm passt er „dennoch“ in fast jede Parklücke.

Erster Eindruck

Sein verfeinertes Styling im Außendesign kombiniert einen ikonischen Look mit eleganten Proportionen. Und durch seine optimierte Aerodynamik und der großen Liebe zum Detail an allen Außenflächen wird das Model X zum aerodynamischsten Serien-SUV der Welt. Glaubst du nicht? Ist so!

Insgesamt kannst du den Tesla Model X in zwei Luxus-SUV Varianten ordern.

Einerseits gibt es hier den wilden Hirsch am Platz – als ultimative Rennsemmel: das Model X Plaid.

Wer sich wie wir mit dem sogenannten Long Range begnügt, hat jedoch eine etwas höhere Reichweite, Klaro: Leistung kostet Kilometer. Unser Model X Long Range hat eine Reichweite von 580 km*, das Schwestermodel X Plaid von 547 km*. (alle Werte nach WLTP).

Und ja; wir müssen und werden auf jeden Fall Julian von Tesla so lange bezirzen, bis auch das Mod X Plaid einige Nächte in unserem Carport verbringen darf. Oder anders ausgedrückt: bis wir die ultimative Rennmaschine austesten dürfen – stets im erlaubten Rahmen.

Also auf zum eTOURING Praxistest.

Innenleben

Das Model X bietet einen geräumigen Innenraum mit der weltweit größten Panorama-Windschutzscheibe und bis zu sieben Sitzplätzen. Ganze 7 Personen finden optional Platz im Wagen.

In unserem 5 Sitzer konnte ich den Verkehr über die Panoramascheibe gut überblicken. Reichlich Beinfreiheit und überreichlich Kopffreiheit war geboten. In der zweiten Reihe sitzt man bequem auf der Sitzbank, obgleich nicht so viel Seitenhalt wie vorne in den Sesseln zu spüren ist.

Bei fünf besetzten Plätzen trumpft das Gepäckabteil wahnsinnig groß auf.

Die Vordertüren öffnen und schließen sich automatisch, während die so genannten „Falcon Wings“, hinten das Beladen erleichtern.

Bei zu wenig Platz über dem Model X öffnen sie sich zum Schutz von Tür und Karosserie nur teilweise oder gar nicht. In großes Sicherheitsplus – insbesondere mit Kindern.

Bedienung

Die Bedienung erfordert im Model X nur wenig Eingewöhnung, leuchtet aber mehr ein als im jüngeren Tesla Model 3. Learning by doing ist das Zauberwort.

Die Außenspiegel werden wie gewohnt über Tasten eingestellt und die Scheibenwischer wie vertraut aktiviert.

Der 17-Zoll-Touchscreen als Bediensystem ist nun in der neuen Version horizontal statt vertikal angeordnet. Und. Schwenkbar, MEGA! Mit einer Auflösung von 2200 x 1300, Echtfarben und einer tolle Auswahl an Gimmicks vergehen Ladestopps im Nu. Ein Muss bei der Fahrt mit Kindern ist das Spielen der integrierten Games. Auch wenn ich noch so geübt habe: meine Töchter habe ich nicht bezwingen können. Das Beste daran ist, dass die Spiele auch via des hinteren Bildschirm bedienbar sind! Bevor ich wusste, was läuft, war ich besiegt. Nicht MEGA!

Das Navigationssystem, das auf Google Maps aufbaut, ist permanent online und damit immer auf dem neuesten Stand.

Zum Standardrepertoire eines High-end-Mobils zählen die Fernsteuerung von Fahrzeugfunktionen per App, der Radioempfang in digital und übers Netz sowie USB-Anschlüsse.

Volumen

Sein maximales Ladevolumen von 2.577 Litern kann bemerkenswert viel mitnehmen. Vom Kürbis über Kameraausrüstungen bis hin zu einigen Kindern – alles scheint transportierbar. Mag noch die geschwätzige Schwiegermama mit, bietet sich ein großer Frunk vorne als mögliche Mitfahrgelegenheit an. Für mehr Stauraum und einer Anhängelast von 2.300 kg ist das Model X auf maximalen Nutzwert ausgelegt.

Wem dies immer noch nicht genügt, kann sich am Model X eine Anhängerkupplung mit seiner für ein Elektroauto hohen maximalen Anhängelast von 2.268 Kilogramm montieren lassen.

Fahren

Das Model X hat einen cw-Wert von nur 0,24. Grandios verarbeitete aerodynamische Elemente sorgen zusammen mit neuen Felgen und Reifen für die besten Werte aller Serien-SUVs weltweit.

Den 2,4 Tonnen Gewicht des Model X mit dem 100-kWh-Akku stehen üppige 670 PS gegenüber. Du kannst wählen zwischen „lässig“, Sport“ oder gar „Wahnsinn“. Wahnisnn!

Um die sicher auf die Straße zu befördern, ist Allradantrieb durch zwei Elektromotoren hier Pflicht. Die Traktion ist damit optimal. Die sichere Straßenlage besorgen der tiefe Fahrzeugschwerpunkt durch den schweren Akku im Boden.  In jeder Lage war unser Tesla allen Mitstreitern auf der Straße überlegen. Allerdings muss sich gestehen, es auch nie darauf angelegt zu haben. Selbst wenn der eine oder andere Audi A6 – oder BMW-Fahrer meinte, er sei der Herrscher der Roads: lassen wir jene im Glauben. Wir wissen und können es im Tesla Mod X sicher in jeder Situation besser.

Sicherheit

Das Model X ist rundum ein sehr sicheres Fahrzeug. Die früher bekannte und in den Foren mittlerweile abgekauten Stammtischparolen aus dem Paulanergarten in Bezug auf Spaltmaße oder Langzeitqualitäten als auch brennender Elektrofeuerzeuge hat ausgedient. Angesichts des hohen Kaufpreises erwartet man sich in Summe manchmal sicher etwas mehr Liebe zum Detail. Aber eines sei geschrieben: in Summe ist es eines des besten Fahrzeuge ever.

Das Model X erreichte die obligatorischen fünf Sterne im Euro NCAP Crashtest bereits vor dem 2021er Facelift mit seinen zahlreichen Fahrhelfern, vom automatischen Tempomat bis zum Spurwechselassistenten. Ich kann mit absoluter Sicherheit schrieben, dass der Autopilot und die Sicherheitssysteme generell beim Tesla Mod X die funktionalsten von allen getesteten Testfahrzeugen war.

Voll überzeugendes vollautonomes Fahren auf der Landstraße und im Stadtverkehr ist allerdings erst in einigen Jahren möglich.

Das liebe Geld

Fazit

Preisintensiv ist der Wagen sehr wohl, dafür kommt er aber auch mit einigen extravaganten Argumenten.

Laden konnten wir mit dem Pressefahrzeug nona gratis an den Tesla Supercharger. Jene sind – und genau das ist ein Alleinstellungsmerkmal der Brand – die eigens von Tesla betriebenen Gleichstrom-Schnellladestation für Elektroautos. Diese Ladestationen standen früher ausschließlich Tesla-Kunden zur Verfügung und sind mittlerweile auch allen andere Marken zugänglich. Es geht also, wenn man nur will.

Als Tesla-Kunde ist es am generell Einfachsten, mit dem eingebauten Navigationssystem oder der Tesla-App eine Supercharger-Ladestation inklusive der freien Stalls zu finden. In Echtzeit.

Die Ladezeit des Tesla Model X ist abhängig von der Art der Ladestation. Wir benötigten an den DC-Schnellladen jeweils zwischen 21 und 30 Minuten. Im Optimalfall kann der Tesla mit bis zu 250 kW laden.

Einige andere Merkmale des Model X, die Tesla auf seiner Website hervorhebt, ist die große Vielseitigkeit mit flexiblem Stauraum, die Falcon Wing-Türen, Sitzplätze für bis zu sieben Passagieren, die 5-Sterne-Sicherheitsbewertung von Euro NCAP, die unglaublich schnelle Beschleunigung mit einer Zeit von 2,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h, das, was Tesla den „Innenraum der Zukunft“ nennt, einem 17-Zoll-Touchscreen-Kontrollzentrum mit der Möglichkeit, Spiele in Konsolenqualität zu spielen, Filme zu sehen und vieles mehr sowie mehrere kabellose Ladestationen für Ihre Smartphones.

Das Model X mutiert in Summe zum perfekten Reisefahrzeug, mit dem man komfortabel mit viel Reisegepäck über die Autobahn gleitet. Allein der Preis ist etwas – sagen wir mal – beachtenswert.

Man kann über den Erfinder der Marke Tesla denken und diskutieren, wie immer es beliebt. Elektroautos bauen und die notwendige Infrastruktur dazu kann er. ohne Wenn und Aber. Es macht schlichweg richtig Spass, mit dem Tesla Model X zu fahren. Denn: wer will schon Einheitsbrei- noch dazu mit ebenso hohen Preisen?

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