2024 feiert der Mustang sein 60stes Produktionsjubiläum. In diesen sechs Jahrzehnten verkaufte sich das berühmte „Muscle Car“ rund zehn Millionen Mal und trat dabei in unzähligen Kino- und Fernsehfilmen, Musikvideos und Videospielen auf.

Der meistverkaufte Sportwagen der Welt1 überzeugt in seiner jüngsten Auflage durch herausragende Fahrleistungen, ein hochmodernes Digital-Cockpit und einen weiterentwickelten V8-Motor. Mit seinem aufgefrischten, kantigen Design spricht er die nächste Fan-Generation an und steht wieder als Fastback sowie in der Convertible genannten Cabrio-Ausführung zur Wahl.

Spektakuläre und athletische Fahrleistungen

Zahlreiche Modifikationen, neue Software-Lösungen und umfangreiche Verbesserungen heben die sprichwörtlich starken Fahrleistungen des neuen Ford Mustang auf ein nochmals höheres Niveau. Er hat den stärksten 5,0-Liter-V8-Sauger in der Geschichte des Mustangs unter der Haube. Und liebenswerter als eh und je.

So leistet der Mustang GT 328 kW (446 PS) und entwickelt ein kraftvolles Drehmoment von 540 Newtonmeter. Dass der V8-Motor nun mit doppelten Drosselklappen sowie mit verschärftem Partikelfiler leben muss, ist ein echter Mehrwert: Der neue Ford Mustang Dark Horse (2024) ist etwas sauberer als sein Vorgänger und agiert dennoch gieriger am Gas. Klingt in Schrift blöd, is aber so.

Für uns stehen 333 kW (453 PS) bereit. Samt einem Sechsgang-Schaltgetriebe, adaptivem MagneRide Fahrwerk sowie dem TorsenDifferential an der Hinterachse. Das Ergebnis ist ausreichend komfortabel und hemmt gleichzeitig eine allzu ausgeprägte Seitenneigung der Karosserie in Kurven. Das federt jetzt nicht superweich, aber wir reden hier ja auch von einem Auto mit Track-Fokus. Sind die Straßen schlecht, wirkt das serienmäßige Fahrwerk ein wenig ruppig. Aber wir sitzen ja nicht in einer normalen Limousine.

Fast überall glänzt der frei saugende Achtzylinder mit seiner unnachgiebigen Kraft im oberen Drehzahlbereich und dem großartigen Röhren aus der Vierrohr-Auspuffanlage. Die vollen 507 PS werden wir in der Europa-Version wohl nicht erleben. Untermalt wird das Ganze von einem tosenden Klang, der den vier Endrohren über einstellbare Klappen entweicht. Sind diese geschlossen, übernimmt der wummernde Achtzylinder unter der langen Haube zwar subtil, aber immer hörbar die akustische Untermalung.

Ein Instrument, das zwar besser, aber noch nicht zur ultimativen Perfektion getrieben wurde, ist die Lenkung. Sie ist nun verbindlicher, eine Spur direkter. Interpretiert man den Mustang als das, was er ist – als einen performanten GT mit charakterstarkem Antrieb –, ist das aber zufriedenstellend.

Das Drehmoment steigt herrlich linear bis zu seinem Maximum von 4.900 U/min. Am besten performt der Dark Horse jenseits der 5.000 U/min. Am besten funktioniert das Ganze im Zusammenspiel mit dem Tremec-6-Gang-Schaltgetriebe.

Match made in Muscle Car Heaven. Man kriegt den Dark Horse auch mit einer 10-Gang-Automatik und selbige ist tatsächlich ziemlich gut – im Convertible.

Von allen Varianten des neuen Ford Mustang kommt das Performance-Modell Dark Horse einem reinen Rennfahrzeug am nächsten. Es profitiert von den umfassenden Motorsportaktivitäten des Autoherstellers im GT-Bereich.

Hinzu kommen Sechskolben-Bremssättel und 390-Millimeter-Bremsscheiben von Brembo sowie Federbeinstützen an der Vorderachse. Hinten kommt eine spezielle K-Strebe zur Versteifung der Einzelradaufhängungen zum Einsatz. Dabei rollt der Mustang Dark Horse auf einer Pirelli Zero PZ4-Mischbereifung. Die 19-Zoll-Leichtmetallfelgen der Vorderräder sind neun Zoll breit, hinten messen sie 9,5 Zoll.

Später fahren wir die als Convertible genannte Cabrio-Version. Ihr gefüttertes und isoliertes Stoffdach lässt sich mit nur einem Handgriff über den Zentralverschluss innerhalb von gut acht Sekunden öffnen und schließen. Die kompakte Dachkonstruktion ermöglicht in Kombination mit der platzsparenden Einzelradaufhängung der Hinterachse einen großzügig dimensionierten Kofferraum, der auch weiterhin zwei Golfbags bequem aufnehmen kann. Leider hab ich diese nicht.

Wenn ich könnte, wie meine Kinder wollten, wäre genau jener nun mein Eigen. Geht sich leider irgendwie nicht aus.

Ford bietet den neuen Mustang GT in Österreich ab 86.000 Euro an. Er besitzt bereits ab Werk ein spezielles Performance-Paket, das neben 19-Zoll-Leichtmetallfelgen und entsprechend großen Bremsen auch ein Sperrdifferenzial, einen aktiven Klappenauspuff und vieles mehr umfasst.

Bis zu sechs Fahrmodi optimieren die fahrdynamischen Qualitäten des neuen Ford Mustang für unterschiedliche Szenarien. Zur Wahl stehen die Programme Normal, Sport, Rutschig, Drag Strip und Rennstrecke2 sowie eine personalisierbare Einstellung. Mit ihr kann der Fahrer den Charakter des Mustangs nach seinen Vorstellungen abstimmen.

Das serienmäßige Performance-Paket umfasst 19 Zoll große Leichtmetallfelgen und ein Sperrdifferenzial, 19-Zoll-Bremssättel von Brembo und einen aktiven Klappenauspuff, der seinen Klang auf die jeweilige Fahrsituation abstimmt.

Mit der elektronischen Driftbremse führt Ford eine neue Technologie ein, die mit der Optik und Funktionalität einer klassischen mechanischen Handbremse auf abgesperrten Flächen das volle Driftpotenzial des Hinterrad-getriebenen Mustang ausschöpft.

Platz gibt es in Reihe eins mehr als genug, während der zweisitzige Fond – sagen wir mal – sehr eng bemessen wurde.

Außen klassische Optik, innen digitales Ambiente

Der neue Ford Mustang kombiniert eine markante Formensprache mit Designzitaten aus der einzigartigen Modellgeschichte dieses „Muscle-Cars“.

Statt der traditionellen Mustang-Embleme prangt ein neu gestaltetes Dark Horse-Logo über den vorderen Radhäusern, auf der Kofferraumklappe und den Einstiegsleisten. Das berühmte „Pony“-Motiv taucht an der Front in einer dunkel eloxierten Version auf. Auch im Innenraum ersetzen Dark Horse-Embleme auf dem Instrumententräger und in den digitalen Anzeigen das bekannte Mustang-Emblem. Jedes einzelne Fahrzeug erhält eine Plakette mit seiner individuellen Seriennummer.

Auch die auffällige Außenfarbe Blue Amber Metallic – ein dunkler Ton, der im Sonnenlicht warm leuchtet – bleibt dem Dark Horse exklusiv vorbehalten.

Die Kombination mit den neuen LED-Scheinwerfern sorgt für eine nochmals eindrucksvollere Frontpartie als zuvor. Sie wurde eindeutig vom ursprünglichen Design der Mustang-Modelle aus den 1960er Jahren inspiriert und zugleich im Sinne des maximalen Fußgängerschutzes optimiert.

Die fließende Dachlinie sowie das wuchtige, sehnig wirkende Erscheinungsbild zitieren die Proportionen der ersten Modellgeneration ebenso wie der kurze hintere Überhang. Dabei spannen sich die breit ausgeführten hinteren Kotflügel in klassischer Mustang-Tradition kraftvoll über die Hinterräder. In der Heckansicht fallen die dreigeteilten Mustang-Rücklichter ins Auge. Das neugestaltete Diffusor Element verbessert die Aero-Balance.

Unter der Motorhaube fallen die neugestaltete Abdeckung für das V8-Triebwerk und die in Schwarz ausgeführte Domstrebe ebenso ins Auge wie besonders akkurat verlegte Kabel und Schläuche.

Zum ersten Mal in der Modellgeschichte weist jede Version des neuen Mustangs ein individuelles Frontdesign auf.

Für den Ford Mustang stehen zwölf Außenfarben zur Wahl, darunter die drei neuen Töne Blue Amber, Vapor Blue und Yellow Splash. Hinzu kommen schwarz oder auf Wunsch rot lackierte Brembo-Bremssättel – jeweils mit dem Mustang-Logo verziert – sowie zwei neu gestaltete 19-Zoll-Räderdesigns.

Mehr Assistenzsysteme und umfangreichere Technologielösungen

Wie der vollelektrische Ford Mustang Mach-E verfügen auch der Mustang Fastback und das Mustang Convertible der siebten Modellgeneration über ein umfangreiches Angebot an wegweisenden Assistenzsystemen. Dazu zählen die Verkehrszeichenerkennung mit Geschwindigkeitsbegrenzung, die Intelligente Adaptive Geschwindigkeitsregelanlage mit Stopp&Go-Funktion, Spurhalte-Assistent, Ausweich-Assistent und Rückfahr-Notbremsassistent.

Die FordPass App7 ermöglicht Verbindungen von außerhalb mit dem Mustang. Über das Smartphone lässt sich so zum Beispiel der Motor ferngesteuert starten und abstellen, die Türen ent- und verriegeln, die geplante Abfahrtszeit voreinstellen und wichtige Fahrzeuginformationen wie Tankfüllung, Ölstände und die Wartungshistorie einsehen. Dabei kann der Sportwagen auch geortet werden.

Die hochauflösende Grafik des digitalen Kombiinstruments zeigt den gewählten Modus an und stellt die individuellen Funktionen lebendig dar.

Die Bildschirme gefallen mit ihrer liebevollen Gestaltung und der Möglichkeit, Anzeigen längst vergangener Tage ins Auto zu holen.

Das digitale Kombiinstrument geht nahtlos in den zentralen Touchscreen des Kommunikations- und Informationssystems Ford SYNC 44 über. Es präsentiert sich mit nahezu verdoppelter Rechnergeschwindigkeit nun noch leistungsfähiger. Sein 13,2 Zoll große Display befindet sich hinter derselben Glasabdeckung wie das Kombiinstrument und neigt sich dem Fahrer entgegen. Die ergonomische Positionierung dieser Bildschirme vermittelt visuelle Informationen auf klare Weise und erleichtert das mühelose Erreichen der digitalen Bedienelemente.

Eine animierte Begrüßungssequenz und Mustang-typische Startbildschirme heißen den Fahrer willkommen, wenn er sich dem Sportwagen nähert. Das Erscheinungsbild des Kombiinstruments und der Innenraumbeleuchtung lässt sich individuell anpassen.

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