Toyota PROACE 2,0l Aut. Kastenwagen Select im Praxistest

Ein Kleinbus. Ein Van. Familienfahrzeug. Transporter. Für Handwerker. Für Reisende. Für wen denn nicht?

Der Pro Ace erfüllt vielen Leuten den Drang nach Mobilität. Er wird in unzähligen Varianten und Ausstattungen angeboten.

Vorne im Cockpit ist man überrascht von der PKW-liken Anmutung des Armaturenbrettes und auch der Fahrerkabine. Ja, der Sitz Stil ist aufrecht und wird noch eher dem Kastenwagen gerecht, der Sitz selbst aber ist gut gepolstert und vielseitig verstellbar.

Toyota Professional baut seine Antriebsvielfalt im Segment der leichten Nutzfahrzeuge weiter aus. Für jede seiner Transporter-Baureihen bietet das Unternehmen künftig ebenso eine batterieelektrische Antriebsvariante an. Damit wird Toyota den unterschiedlichsten Nutzerbedürfnissen und regionalen Anforderungen gerecht und offeriert allen Kunden eine Auswahl an erschwinglichen und praktischen Lösungen – im Einklang mit dem Multi-Path-Technologie-Ansatz der Marke auf dem Weg zur CO2-Neutralität.

Umfassende Überarbeitungen zum neuen Modelljahr

Der Proace überzeugt im eTOURING Praxistest durch neue Styling- und Ausstattungsmerkmale. Als Testwagen haben wir heuer den Pro Ace mit dem bekannten 2 Liter Diesel und 144 flotten Pferdestärken.

Neu gestaltet wurde vor allem die Frontpartie des Transporters. Der Wegfall des oberen Kühlergrills zwischen den Scheinwerfern sorgt für ein unverwechselbares Erscheinungsbild, während der trapezförmige untere Kühlergrill sich im charakteristischen Toyota Design präsentiert.

Verschiedene Größen für alle Anforderungen

Sowohl der Toyota Proace als auch die Pkw-Variante Proace Verso überzeugen bei jeder Aufgabe mit Leistung, Platz und Effizienz. Verschiedene Fahrzeug-Längen sowie Seiten- und Hecktürkonfigurationen decken dabei unterschiedliche Kundenbedürfnisse ab. Hinzu kommt ein Kastenwagen mit Doppelkabine und zweiter Sitzreihe.

Als Kastenwagen mit Doppelkabine mit einer zweiten Sitzreihe bietet der Proace Platz für bis zu fünf Personen und gleichzeitig ein großzügiges Laderaumvolumen für den Transport auch von sperrigen Lasten. Zusätzlicher Laderaum unter den hinteren Sitzen ermöglicht den Transport langer Gegenstände.

Die Pkw-Variante Proace Verso bietet Platz für bis zu neun Fahrgäste, wobei sich die Sitzkonfiguration für die jeweiligen Einsatzzwecke im Berufs- oder Familienalltag anpassen lässt.

Infotainment und Konnektivität

Auch der Innenraum zeigt sich in neuem Gewand, mit einer funktionalen und gleichzeitig komfortablen Ausstattung. Zu den Neuerungen gehört unter anderem ein hochauflösender 10-Zoll-Touchscreen, der serienmäßig in allen anderen Modellen mit Ausnahme der Einstiegsvarianten enthalten ist. In den höheren Ausstattungslinien kommt ein neues volldigitales 10-Zoll-Kombiinstrument hinzu. USB-C-Anschlüsse zum Laden und kabelloses Einbinden von Smartphones sind ebenfalls dabei, zur Wahl steht außerdem ein integriertes Navigationssystem mit einem TomTom-Abonnement für drei Jahre.

Du magst mehr Infos von Toyota?

Die Smartphone-Anwendung bietet einen Überblick über den aktuellen Kilometerstand, die Reichweite und den Status des Fahrzeugs. Auch der aktuelle Standort sowie Informationen zu anstehenden Wartungen lassen sich abrufen.

Verschiedene Dieselvarianten

Der bewährte 2,0-Liter-Vierzylinder-Diesel ist in zwei Leistungsstufen mit 106 kW/144 PS und Sechsgang-Schaltgetriebe oder der stärkeren 130 kW/177 PS Ausführung und Achtgang-Automatik (nur Verso) erhältlich.

Wir fahren den 2,0-Liter-Vierzylinder-Diesel mit 106 kW/144 PS und Achtgang-Automatik. Ein Transportertraum.

Beim Kastenwagen können sich Kunden außerdem für einen 1,5-Liter-Diesel mit 88 kW/120 PS entscheiden.

Laderaumvolumen

Du magst mehr Infos von Toyota?

Das Laderaumvolumen des Proace beträgt bis zu 6,6 Kubikmeter (Langversion mit Smart Cargo System), die maximale Nutzlast liegt bei rund 1,4 Tonnen – beides Bestwerte. Je nach Ausführung beträgt die Anhängelast des Transporters bis zu 2.500 Kilogramm.

Mit einer Fahrzeughöhe von 1,9 Metern stellen Parkhäuser sowohl für Proace als auch für Proace Verso keine Herausforderung dar. Der Wendekreis von 12,4 Metern (Bordsteinkante) / 12,9 Metern (Wand zu Wand) vereinfacht das Manövrieren im Stadtverkehr.

Du magst mehr Infos von Toyota?

Die hier gezeigte Variante eines Kastenwagens erinnert nur beim Laderaum und dem typischen hallenden Öffnen und Schließen der hinteren Türen daran.

Sicherheit und Fahrassistenz auf höchstem Niveau

Zusätzliche Sicherheits- und Fahrerassistenzfunktionen sind mit der Überarbeitung nun serienmäßig an Bord, darunter das Pre-Collision-System (PCS), der Spurhalteassistent, das adaptive Fernlicht (AHB) und die Verkehrszeichenerkennung.

Zum aktiven Sicherheitspaket gehören außerdem die adaptive Geschwindigkeitsregelung (ACC) sowie der intelligente Geschwindigkeitsassistent. Weitere Neuerungen sind Seitenairbags vorne, ein neu gestalteter vorderer Stoßfänger für besseren Fußgängerschutz, eine Sicherheitslenksäule und verstärkte Strukturteile.

Die neuen Fahrerassistenzfunktionen erfüllen nicht nur die gesetzlichen Anforderungen, sondern bieten dem Fahrer eine noch bessere Unterstützung. Durch das Zusammenspiel des neuen digitalen Rückspiegels und des Smart Active Vision beim Proace City wird der tote Winkel hinter und neben dem Fahrzeug praktisch eliminiert.

Der Flankenschutz, der beim Proace City bereits verfügbar war, ist nun auch für den größeren Toyota Proace erhältlich. Dieser warnt den Fahrer beim Abbiegen mit geringer Geschwindigkeit vor möglichen Kollisionen mit Hindernissen am Straßenrand wie Pfeiler oder Barrieren.

Das Cockpit und die Ausstattung wirken in Summe mehr als modern, das ist ein wahres OHO! In Summe spielt das digitale Cockpit fast alle Stückerln.

Das Personalisieren mit echtem haptischen Bedienknopf kann der Sicherheit zuliebe nur im Stand vorgenommen werden – Danke Toyota.

Die Navigation reagiert bei der Eingabe kurz verzögert, nimmt aber umso flotter Änderungen der Route während der Fahrt nicht nur wahr, sondern rechnet auch gleich um. Nicht nur, wenn es um die Navigationsansagen geht, auch bei Multimedia-Wiedergaben ist das Soundsystem sehr gut. Klare Höhen (auch bei Maximum kein Klirren), satte Bässe (und trotzdem auch bei bass lastiger Musik kein Dröhnen) und füllende Mitten sind in dieser Fahrzeugkategorie noch nicht Standard, hier aber durchaus gegeben.

Du magst mehr Infos von Toyota?

Volle Konnektivität bietet das System: Verbindung via Bluetooth ist kein Thema, Apple Car Play und Android Auto sind auch vorhanden. Auch hier konnte der Test mit rascher Reaktion des Systems auf Eingaben auch bei den diversen Apps glänzen.

Ganz andere Töne aber spuckt der Motor – jedoch muss man da schon sehr genau hinhören. Viel hört man im Normalfall nämlich nicht vom Aggregat.

Die 8-Gang-Automatik, die im Testwagen verbaut war, schaltet absolut ruckfrei (ob kalt, ob warm, ob niedrige oder hohe Drehzahlen) und arbeitet im Drive-Modus hervorragend. Beim Beschleunigen wird auch mal kurz der eine oder gar zwei Gänge runter geschalten. Der manuelle Modus mag Enthusiasten interessieren, außer bei Bergabfahrten konnten wir ihm aber keinen Mehrwert abgewinnen.

Die Größe des Fahrzeuges ist heut schon wieder Retro. Warum Retro? Nun ja, ein Volkswagen „Transporter“ ist seinen ursprünglichen Größen entwachsen. Wer sich ein entsprechendes Mobil mit den Maßen eines etwas älteren, kleineren T4s wünscht, ist hier genau richtig.

Somit auch in Großstädten geeignet, mal einen Parkplatz zu finden, wo zuvor eine normale Limousine oder ein Kombi gestanden hat. Apropos Parken: Beim Rangieren überraschte die Kamera. Nicht nur, dass es eine „herkömmliche“ Rückfahrkamera gibt, wird doch auch eine „Von-Oben-Perspektiv“ auf das Heck mit der umliegenden Umgebung eingeblendet, sogar nachts ist die Ausleuchtung mit den Rückfahrscheinwerfen recht gut – die niedrigen Reparaturkosten durch Parkrempler sind somit direkt inkludiert!

Good to know – Spezial-Umbauten für Rollstuhlfahrer

Der Proace verkörpert die Toyota Vision „Mobilität für alle“: Ein, in Zusammenarbeit mit einem renommierten Umbaupartner verfügbares Modell mit Heckausschnitt und Rampe ermöglicht einen barrierefreien Transport von Rollstuhlfahrern. Das direkt über Toyota bestellbare Modell ist individualisierbar, etwa durch manuelle oder automatische Trittstufen an den Fahrzeugseiten sowie eine elektrische Seilwinde.

Ein weiterer Vorteil des Smart Cargo Systems: Der umgeklappte mittlere Sitz lässt sich als Schreibtisch nutzen. Dadurch verwandelt sich der kompakte Transporter in ein mobiles Büro.

Rundum ein gelungenes Paket – der Pro Ace ist ein wahres professionelles Ass im Ärmel!

Bilderrechte eTOURUNG und Toyota

Bericht von Ronny Eitler

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert