Nix ist unmöglich!“ war DER Awarenessslot der späten 1980er Jahre. Daran erinnere ich mich seit eh und je aufgrund meiner Ausbildung im Teilezubehör.

Der Toyota Yaris verabschiedet sich vom reinen Benzinantrieb uns spendiert mit dem Facelift 2024 einen zweiten, stärkeren Hybridantrieb mit 130 PS, welchen wir fahren durften.

Ganz von vorne: es gibt fünf Türen serienmäßig. Und natürlich ist unsere 130-PS-Version sportiver, aber auch teurer als die kleineren Antriebe.

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In seiner 25-jährigen Modellgeschichte hat sich der Toyota Yaris zum Dauer-Bestseller entwickelt. „ Einen Toyota musste man nie reparieren. Auch heute noch sehe ich keinen irgendwo am Straßenrand stehen. Hybrid und Toyota:  für viele schon ein Synonym – auch für Sicherheit und Qualität – geworden.

Weltweit wurden vom Yaris bislang über 10 Millionen Einheiten verkauft. Allein in Deutschland trägt gut jeder dritte neue Toyota den Yaris-Schriftzug.

Zwar gibt es mittlerweile auch in der Kleinwagenklasse andere Anbieter von Elektro-Hybriden, das Toyota-eigene System mit einem stufenlosen Getriebe, das Elektromotor und Benziner koppelt und den Verbrenner je nach Lastanforderung im gerade günstigsten Betriebspunkt hält, ist und bleibt – zumindest heuer noch – jedoch einzigartig.

Jenes Verhalten hat zur Folge, dass beim Beschleunigen öfters ungewohnt hohe Drehzahlen auftreten können – der im neuen Yaris werkelnde Dreizylinder dröhnt  erfreulicherweise dennoch nicht mehr so stark wie sein Vierzylinder im Vorgänger.

Wirklich leise wird der Yaris dann bei höherer Last und Geschwindigkeiten leider immer noch nicht. Bei niedrigen Geschwindigkeiten kann man durch die immerhin 1,5 kWh fassende Lithium-Ionen-Batterie kurze Strecken elektrisch zurücklegen.

Dann ist der Antrieb lautlos, aber auch wenn der Verbrenner gemütlich vor sich hin brummt, fällt er akustisch kaum ins Gewicht. Was der Antrieb vor allem können soll: sparsam mit dem Benzin umgehen. Und das kann er.

Der Yaris weist einen Verbrauch von 4,7 Litern Super auf 100 Kilometer aus. Unsere Testkilometer ergaben großartige 3,9 Liter. Erstaunlich, wie eine Tankfüllung mit knappen 26 Euros von Statten gehen kann.

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Außen und innen präsentiert sich die neue Yaris-Generation deutlich frischer, auch fahrdynamischer ist der Kleinwagen geworden. Die serienmäßige Ausstattung an Assistenzsystemen ist umfangreich, auch ansonsten ist der Yaris ziemlich gut ausstaffiert.

Als Preishapperl geht er so natürlich nimmer durch. In Sachen Ausstattung und Verbrauch muss sich unser Yaris aber vor keiner Kleinwagen-Konkurrenz verstecken – sicher nicht.

Mit der jetzt erfolgten Überarbeitung setzen die Japaner bei ihrem Kleinwagen nur noch auf Hybrid-Motoren, und das zu sehr selbstbewussten Preisen.

Der bisher noch angebotene, eher freudlose 72-PS-Benziner ist aufs Altenteil gefahren. Kein Thema, entschieden sich doch schon bisher 85 Prozent der Käufer in Europa für den Hybridantrieb, also die Kombination aus Verbrenner und E-Antrieb.

Da ist es nur konsequent, dass die Japaner den Yaris zum Modelljahr 2024 ausschließlich mit Hybridantrieb anbieten. Noch konsequenter wird der Schritt hin zum Elektroantrieb – allerdings mit dem SUV im Format eines Yaris Cross.

Beim „normalen“ Yaris bleibt es also beim Hybrid, aber den gibt es ab sofort gleich zweifach. Das Plus an Leistung im Vergleich zum 116 PS starken Motor stammt von einem stärkeren E-Motor (84 statt 80 PS), dem Transaxle – Getriebe der neuen, mittlerweile fünften Hybrid-Generation sowie einer geänderten Software.

Die paar PS sollen – so meine Quellenangabe – dabei weniger spürbar sein als das um 30 Prozent gestiegene Drehmoment. 185 Nm sind zwar immer noch nicht die Welt, reichen in diesem Segment aber absolut aus.

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Der neue Motor fühlt sich in allen Lebenslagen erstaunlich kraftvoll an. Allerdings lässt auch er die Passagiere stets hören und spüren, dass hier nur drei Zylinder unter der Haube arbeiten. Klingt manchmal wie ein alter Fünfzylinder des Passates 32B, also gut!

Mit dem Modelljahr 2024 hat unser Yaris die mittlerweile üblichen digitalen Instrumente bekommen. Sie lassen sich in diversen Ansichten einstellen und den Vorlieben des Fahrers anpassen. Auch das Multimediasystem wurde verbessert. Eine cloudbasierte Navigation samt Echtzeit-Verkehrsinformationen und Sprachsteuerung für die wichtigsten Fahrzeugfunktionen ist jetzt serienmäßig an Bord, und Updates von Multimediasystem sowie Fahrassistenten werden OTA (also via Internet) aufgespielt.

Ansonsten hat die Modellüberarbeitung ein paar neue Sicherheitsfunktionen gebracht, wie den proaktiven Fahrassistenten, der vor Kurven oder beim Auffahren auf ein langsameres Auto automatisch das Gas wegnimmt, oder den Tempomat, der nun automatisch Geschwindigkeitsbegrenzungen übernimmt.

Zudem können sich die Fahrleistungen durchaus sehen lassen.

Das Anfahren mit dem Hybrid geht flott vonstatten, hier kommt der Vorteil des unmittelbar anstehenden Drehmoments des Elektromotors zum Tragen. Den simulierten Überholvorgang (Beschleunigung unter Volllast von 60 auf 100 km/h) legt der Kleinwagen in guten 7,8 Sekunden ab. Laut Hersteller vergehen aus dem Stand auf Landstraßentempo 9,2 Sekunden, bei 175 km/h ist mit dem Vortrieb allerdings Schluss.

Der Benziner schaltet sich im normalen Fahrbetrieb selbst oft ab, in vielen Fahrsituationen übernimmt der Elektromotor.

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Mehr als zwei bis drei Kilometer rein elektrisch kommt der Yaris zwar irgendwie doch nie, jedoch genau dafür ist der Hybrid eben gar nicht konstruiert. Toyota-typisch findet dieser bekannte automatische Wechsel bzw. das Zusammenspiel der Antriebe meist unmerklich statt. Der Fahrer muss nur Gas geben und / oder bremsen. Komplexe Vereinfachung – auf bekannt höchstem Niveau.

Yaris-Fahrer können ohne Probleme knapp 2 Meter groß sein

Nicht überragend, aber dennoch brauchbar fällt das Platzangebot aus. Der Fahrersitz lässt sich für Personen bis zu einer Größe von knappen 2 Metern nach hinten schieben. Hinter 1,85 Meter großen Fahrerinnen oder Fahrern finden immerhin noch Passagiere bis zu einer Größe von rund 1,86 Metern genügend Beinfreiheit. Das Kofferraum-Volumen laut : zwischen 245 und 915 Liter. Ausreichend.

Die Karosserie ist ordentlich verarbeitet. Zwar scheppert nichts, und das Lenkrad wirkt richtig hochwertig mit dem unten geteilten Kranz, der deutlichen Schlüsselung und der kleinen Airbag-Abdeckung, aber: Die Materialien sind quasi durchgehend hart, dabei dominieren großflächige Kunststoffflächen.

Fazit

In Summe ist der Yaris im Alltag ein entspannter Begleiter, auch Spurrinnen stören den Geradeauslauf kaum.

Verbrauch legt er die Messlatte schon mal sehr hoch, bisher hatte Toyota im Kleinwagensegment kaum Hybrid-Konkurrenz zu fürchten.

Technische Daten, Österreich-Preis, Leistung, Gewicht, Verbrauch, Reichweite

Testwagenpreis: € 33.290 brutto (Basispreis Yaris City Hybrid: € 25.590,00)

Bestellbar: unter www.toyota.at

Maximale Leistung: 96 kW / 130 PS

Drehmoment: 185 Nm

0-100 km/h: 9,2 sek.

Vmax: 175 km/h

Verbrauch (WLTP): 4,2 Liter/100 km

CO2-Emission: 95 Gramm/km

NoVA: 0 %

Leergewicht: 1.090 kg

Kofferraum: 286 – 915 Liter

Länge/Breite o.S./Höhe: 3.940/1.745/1.500 mm

Nutzlast: 525 kg

Anhängelast gebremst/ungebremst: 450/450 kg

Bildrechte teilweise www.toyota.at

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