Smartes Design, smarte Performance, smarte Farbe: unser Smart #3 Brabus im Praxistest

Allgemein

In China produziert, überragt unser smart #3 Brabus das Urmodell um 1,80 Meter in der Länge. Dazu noch jeweils fünf Türen sowie Sitzplätze -für die Kleinfamilie.

Erster Eindruck

Photon Orange auf diesem Höllending, bist du deppat! GEILOMAT, danke NINA! Mir solch eine Farbe zu präsentieren ist wie Wien auf Kokain bringen. Weg von der Welt dieser grauen, schwarzen und anthrazitfarbenen Einheitsschüsseln.

Hier steht er also, diese 4,40 Meter lange Kanonenkugel in diesem Orange. Weniger familien-, dafür umso mehr alltagstauglich. Ok, ok…, mehr spaßfreundlich, um es gleich vorwegzunehmen. Und wie!

Auf den ersten Blick erkennt der Laie den Brabus an den kleinen Emblemen, dem Heckspoiler und den roten Bremssätteln hinter den 20 Zoll großen Leichtmetallrädern. Auf dem zweiten genau sehr dann, wenn du an der Ampel dem kleinen Smart zeigen magst, was dein Audi oder BMW kann. Oder eben nicht kann.

Innenleben

Der smart #3 Brabus zeugt sich ebenso im Cockpit und beim Interieur generell sportiv mit dem Brabus Lenkrad in Alcantara. Beheizte und kühlbare tief eingebauten Sitze in Microfaser: das Cockpit des smart #3 Brabus wirkt generell angenehm und gut verarbeitet.

Smart setzt hier voll auf digital. Es finden sich nur noch wenige Tasten. Hinter dem Lenkrad blickt man auf das 9,2-Zoll-Full-HD-Kombiinstrument. Im #3 Brabus gehört zudem ein 10 Zoll messendes Head-up-Display zur Serienausstattung. Weil das Dach tiefer als im smart #1 Brabus verläuft, ist die Sitzbank tief eingebaut. Dadurch sitzt man tief. Fahrende, deren Blicke nach vorne gerichtet sind, profitieren wenig von diesen Ausblicken und dem Glasdach, das sich nicht öffnen lässt.

Die Sitze vorne sind räumlich gut getrennt. Die Mittelkonsole beherbergt gleich zwei Becherhalter und die induktive Ladeschale für das Smartphone. Erinnerungen an den Mercedes-AMG GT? Sicher: Auch hier: Liebe machen? Casanova in orange: vergiss deine Triebe gleich wieder! Das schaffen nur Schlangenmenschen..

Mannigfaltige Assistenzsysteme

Über dem oberen Ende der Mittelkonsole thront der 12,8-Zoll-Touchscreen, über den nahezu alle Fahrzeugeinstellungen und das Infotainment gesteuert werden. Mit Android Auto und Apple CarPlay lassen sich Smartphone-Funktionen und Apps auf den zentralen Bildschirm übertragen. Das Fahrzeug ist dank OTA-Updates („Over The Air“-Updates) auf dem neuesten Stand der Technik, wodurch Werkstattbesuche überflüssig werden und das Infotainment-System immer aktuell bleibt.

Der Blick durch das kleine Heckfenster benötigt zumeist Kameraunterstützung. Dies erklärt, warum die Rückfahrkamera, die Parksensoren und das geniale 360-Grad-Rundumsichtsystem zur Serienausstattung des smart #3 Brabus zählen.

Im smart #3 Brabus zählen neben dem adaptiven Tempomat (ACC), der Toter-Winkel-Erkennung, der Verkehrszeichenerkennung, dem Spurhalte- und Spurwechselassistenten auch der Autobahn-, Stau- und Parkassistent mit zur Serienausstattung.

Das Fahrzeug ist mit den OTA-Updates („Over The Air“-Updates) auf dem neuesten Stand der Technologie. Die Updates machen einen Werkstattbesuch nicht mehr nötig und das Infotainment ist immer up-to-date.

Die Brabus Ausstattung glänzt ebenso mit dem Soundsystem mit 13 Lautsprechern oder der Ambientebeleuchtung mit 64 gebotenen Farben. Nicht jeder kommt gleich mit der kompletten Bedienung klar. Außenspiegel verstellen über den Touchscreen bleibt wie manche Verspieltheit Geschmacksache. Die Bedienung geht in modernen Elektroautos oft neue Wege. Man muss sich daran gewöhnen. Man kann sich daran gewöhnen.

Der Kofferraum fällt mit 370 bis 1.160 Liter Volumen durchschnittlich aus.

Die Ladekabel lassen sich ordentlich im 15 Liter großen „Frunk verstauen und okkupieren damit nicht die Ladefläche im Kofferraum. Der bietet mit 370 bis 1.160 Liter Durchschnitt, aber mehr Volumen als der Kofferraum eines smart #1 Brabus, der nur 313 bis 976 Liter aufnimmt.

Als praktisch erweist sich der doppelte Ladeboden, der schnell herausgenommen werden kann, um mehr einladen zu können.

Drive

 Bumm!

Bei voller Beschleunigung setzt es allen Mitfahrern einen Hammerschlag in den Nacken – brutal und in jeder Situation. Mitfahrende werden kreisebleich- in Windeseile. 3,7 Sekunden im Sprint von 0 auf 100 km/h – der Wert eines Supersportwagens mit Verbrennungsmotor. Nur geiler.

Mit den 428 PS Leistung zweier Motoren und der souveränen Traktion des Allradantriebs katapultiert uns dieses Minimonster nämlich wie ein Sledgehammer als das Topmodell der #3-Baureihe samt seiner 1,9 Tonnen Gewicht in nur 3,7 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100.

Auch echte Sportwagen sehen auf den ersten Metern nur das Heck. Immer. JA! Wer ist Tesla, wer ist Mercedes, wer ist ..ach, shiceegal: Brabus Mode wirkt. Macht abhängig. Wie und als Droge. Ich gebe es zu.

Das Fahrwerk des smart #3 Brabus hält gut die Waage zwischen Sportlichkeit, Komfort und Alltagstauglichkeit. In Kombination mit reichlich sichernden Fahrassistenten und einer sehr guten und vollständigen Komfort- und Infotainmentausstattung.

Der einmotorige smart #3 mit 272 PS Motorleistung verbraucht zwischen 16,3 und 17,2 kWh/100 km. Der #3 Brabus saugt im 100-km-Takt 17,6 kWh aus der 66-kWh-Batterie. 

Jeder wird wissen, dass insbesondere unsere Brabus Variante nicht der Vernunft dienst, sondern dem generellem Spass. Volle Beschleunigung und hohes Tempo schicken die Batterie schneller auf Talfahrt, gelassene Fahrweise mit niedrigerem Tempo hält mehr Strom in der Batterie.

In der Theorie steckt eine Reichweite von 415 km im Konzept. In der Praxis waren 300 bis 350 km Reichweite werden.

Im Brabus geht das Aufladen wie in den anderen #3 Modellen mit der 66-kWh-Batterie flott voran. An der Wallbox mit 22 kW und am schnellen Gleichstromlader mit 150 kW Ladeleistung.

Der #3 Brabus wiegt mit ganz knapp über 1,9 Tonnen etwa 100 kg mehr als seine schwächeren Brüder.  Dem stehen aber 156 PS (115 kW) mehr Leistung und 200 Nm mehr Drehmoment gegenüber. Alles bedingt durch den zweiten Antriebsmotor.

543 statt 343 Nm Drehmoment stehen parat an, um mit dem Allradantrieb traktionsstark loszulegen. Immer und wirklich überall. Ich schwöre und schreibe natürlich stets für einen Freund! Lügen kann ich auch leider nicht.

One-Pedal-Driving lässt sich ebenso über den Bildschirm aktivieren. Allerdings nicht bis in den Stillstand.

Dem Fahrwerk gelingt ein guter Kompromiss aus Straffheit und Komfort. Die Straffheit fällt mit den 20-Zoll-Rädern vor allem bei Langsamfahrt auf. Wie bei höherem Tempo die sich steigernden Windgeräusche. Die im Vergleich zum smart #1 Brabus um acht Zentimeter tiefere Karosserie verbessert das Fahrverhalten und die Straßenlage deutlich. An Zuladung verkraftet der #3 Brabus mehr als das Basismodell.

Sicherheit und Schutz

Nach der 2022er Sicherheitsbewertung des smart #1 mit fünf Sternen im Euro NCAP Crashtest erhielt auch der smart #3 2023 fünf von fünf möglichen Sternen. Besonders in der Wertung der Sicherheitsassistenten wurde der #3 sehr positiv bewertet, was ursächlich mit der sehr reichen Ausstaffierung mit Assistenzsystemen zu tun hat.

Die Karosseriestruktur und die Crashsicherheit des smart #3 wurden im Euro NCAP Crashtest ebenfalls top bewertet. Unter den Modellen seiner Fahrzeugkategorie gab es im Insassenschutz für Erwachsene mit 90 % die höchste Wertung. Für den Insassenschutz von Kindern wurden 86 % und für den Fußgängerschutz 84% erzielt.

DIA SHOW

Fazit

Die Fahrt ist erwartungsgemäß eine Freude. Der Elektroantrieb liefert sofortige Leistung und katapultiert das Auto aus dem Stand heraus nach vorne. Die präzise Lenkung und das gut abgestimmte Fahrwerk sorgen für ein sportliches und zugleich komfortables Fahrerlebnis. Besonders beeindruckend ist die Geräuschdämmung, die selbst bei hohen Geschwindigkeiten fast keine Außengeräusche ins Innere dringen lässt. Der Smart #3 Brabus ist nicht nur ein Hingucker, sondern auch ein echtes Fahrvergnügen für den Alltag und darüber hinaus.

Smart hat viel aus den Anfangsproblemen des Schwestermodells #1 gelernt. Da Design ist rattenscharf, die Farbe einfach geil und die Performance…, was soll ich denn noch schreiben?

Anhänger ziehen ist möglich. Unser Brabus kann locker bis zu 1,6 Tonnen schwere Anhänger ziehen. Saustark. Spätestens hier wird deutlich, wie alltagstauglich, erwachsen, praktisch und familienfreundlich der smart geworden ist.

Zwei Jahre Garantie und ein Jahr Anschlussgarantie (in Verbindung mit dem integrierten Servicepaket) sichern relativ gut ab, obwohl der Mitbewerb hier bereits sehr viel weiter ist.

Die Pannenhilfe kann man acht Jahre und bis zu einer Fahrleistung von 160.000 km anfordern, wenn der #3 Brabus regelmäßig beim smarten Händler gewartet wurde. Auf die Batterie gewährt der Hersteller ebenfalls 8 Jahre Garantie.

All das macht das Topmodell zum sportlichsten und reizvollsten smart #3 Modell, in dem auf der Strecke am meisten Fahrfreude aufkommt, ohne dass die Vernunft auf der Strecke bleibt.

Letztes Fazit: wenn ich nochmals heiraten würde.., dann in orange…

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