Tief drinnen sehnt der Surf sich nach einem Frauchen wie ein Chihuahua nach einem Leckerli

Der Tag beginnt nicht mit romantischem Sonnenaufgang, sondern mit einem entschlossenen „Klick“ des Ladeports.

BYD Dolphin Surf– kein zahmer Golf, kein glattgebügelter Kernseifenwagen aus manch deutschem Konzern, sondern ein Auto mit Farbe, Kante und dieser gewissen „Schau mich an“-Attitüde. Ich mittendrin, im wohl auffälligsten Auto weit und breit: BYD Dolphin Surf in Lime Green. Kein Pastell, kein gedecktes Grau – sondern eine Farbe, die so selbstbewusst ist, dass selbst die Sonne einen Schritt zurücktritt, um Platz zu machen.

BYD Dolphin Surf in Lime Green, ein auffälliges Elektroauto, parkt auf einem urbanen Platz, umgeben von moderner Architektur.

Frauenkirchen – und die erste Herzattacke

Noch keine fünf Minuten auf der B50, da drehen sich die Köpfe. Kaum losgerollt, merke ich: Man fährt dieses Auto nicht unbemerkt. Auf dem Marktplatz von Frauenkirchen werden Blicke getauscht, Smartphones gezückt. Ein paar Damen, die gerade ihren Kaffee genießen, nicken anerkennend – Lime Green scheint nicht nur bei Urban-Girls in Wien gut anzukommen.

Seitenansicht des BYD Dolphin Surf in Limettengrün vor einer grauen Hintergrundwand.

In Frauenkirchen stolpert ein älterer Herr fast über den Bordstein, weil er den Blick nicht vom Lime Green lösen kann. Auf der anderen Straßenseite: drei Frauen mit Coffee-to-go, die sich kurz anlächeln, so wie man’s macht, wenn man etwas sieht, das man nicht erwartet hat – und es verdammt gut aussieht.

Technik trifft Auftritt

Eigentlich wollten wir nur anfangs eh nur kurz bei der Firmenzentrale von Sonnen zu Strom vorbeischauen – ein bisschen Technikluft schnuppern, schauen, wie die Energiewende riecht. Das Gebäude? Schlicht, modern, selbstbewusst – genau wie der Surf.

Ein BYD Dolphin Surf in leuchtendem Lime Green, frontal aufgenommen, vor einem modernen Hintergrund mit der Website-Adresse 'www.sonnezustrom.at'.

Und natürlich stand da, fast schon wie bestellt, eine hauseigene BYD-Ladewallbox direkt an der Fassade. Der Surf zog wortlos daneben, steckte an und saugte sich den Solarstrom rein, als wäre er seit Jahren Stammkunde.

Keine Tankstellengerüche, kein Motorengeräusch – nur das leise Klicken des Relais und der Gedanke: „Hier laden wir, weil wir’s können.“

Unter der glänzenden Hülle arbeitet ein 150 kW (204 PS) starker Elektromotor – und das in einem Auto, das nur gut 1,6 Tonnen wiegt. Von 0 auf 100 km/h? In knapp 7 Sekunden. Der Surf selbst? Der 150 kW (204 PS) E-Motor summt vor sich hin, als würde er sagen: „Lass mich von der Leine, ich will zeigen, was ich kann.“ Und ja – wenn’s sein muss, macht er einem Mercedesfahrer so schnell die Rücklichter kleiner, dass der noch im Spiegel nach der Typenbezeichnung sucht.

Ein BYD Dolphin Surf in Lime Green fährt auf einer Landstraße, umgeben von der Natur und einem klaren Himmel.

Innen? Modern, aufgeräumt und mit cleveren Details: 12,8-Zoll-Drehdisplay, Vegan-Leder-Sitze, jede Menge USB-Anschlüsse, V2L-Funktion, falls man unterwegs mal den E-Grill anschmeißen will.

Burgenland-Routen ohne Schminke

Es geht raus aus der Stadt, vorbei an abgeernteten Feldern, Weingärten und Straßen, die nicht makellos glatt sind – aber das Fahrwerk packt’s. Der Schwerpunkt tief.

Mit seiner 60,4 kWh Blade Battery im Bauch, sind locker über 400 km Reichweite drin (WLTP kombiniert), und dank 88 kW DC-Ladeleistung ist die Batterie in etwa 30 Minuten wieder von 30 auf 80 Prozent geladen.

Detailansicht des Innenraums eines BYD Dolphin Surf mit einem 12,8-Zoll-Drehdisplay und Bedienelementen unterhalb des Displays.

Die Lenkung direkt genug, um auch in engen Kurven nicht wie ein schwammiger Van zu wirken. Perfekt also für spontane Roadtrips durchs Burgenland, ohne Lade-Langeweile.

Im Eco-Modus gleitet er leise wie ein Kahn am Neusiedler See, im Sport-Modus hingegen schnellt er nach vorne, als hätte er gerade einen Espresso zu viel erwischt oder wie ein Chihuahua, der endlich das Leckerli sieht – voller Energie, ohne darüber nachzudenken, wie albern er dabei aussieht. Genau diese ungezähmte Seite macht unendlich Spaß.

Nahaufnahme des Elektromotors und der elektrischen Komponenten im BYD Dolphin Surf, einschließlich des Leistungskontrollers mit orangefarbenen Kabeln und Warnhinweisen.

Der Moment in Eisenstadt

Nachmittags: Eisenstadt. FH Burgenland. Keine weiche Abendsonne, sondern ein hartes, fast grelles Licht, das jede Linie im Blech betont. Das Lime Green sticht nicht nur raus – es brennt sich in die Netzhaut.

BYD Dolphin Surf in Lime Green vor einem modernen Gebäude mit Glasfassade, umgeben von grünen Bäumen und einem leeren Parkplatz.

Ich rolle vor, parke quer, einfach weil’s passt. Ein paar Studenten stehen da, einer lässt seinen Energy-Drink fast fallen. Kein „schönes Auto“ im höflichen Ton – sondern: „Alter, was ist das für’n Teil?!“

Ich steige aus, lehne mich an die Tür, nicht auf Model-Posen bedacht, sondern wie jemand, der weiß: Heute ist sein Auto das Gesprächsthema. Der Surf steht da wie ein Muskel, der auf den nächsten Sprint wartet – charmant, aber nicht schleimig. Und tief drinnen sehnt er sich nach einem Frauchen wie ein Chihuahua nach einem Leckerli – nicht, weil er muss, sondern weil er will.

BYD Dolphin Surf in Lime Green, modern Elektroauto, steht vor einer modernen Glasfassade.

Technische Eckdaten – BYD Dolphin Surf (2024):

  • Motor: 150 kW (204 PS) E-Motor
  • Batterie: 60,4 kWh Blade Battery (LFP)
  • Reichweite: ca. 427 km WLTP kombiniert
  • Beschleunigung: 0–100 km/h in 7,0 s
  • Laden: DC bis 88 kW, AC bis 11 kW
  • Besonderheiten: V2L-Funktion, 12,8″-drehbares Zentraldisplay, vegane Ledersitze
  • Farbe: Lime Green – für Leute, die keine Tarnfarben fahren. Macht keine Gefangenen.

Gallerie:

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