Znojmo – wo man das Leben trinkt

Dieser Beitrag ist Teil 1 der kulinarischen Entdeckungsreise in der Region Znojmo – unterstützt von VisitCzechia, der Region Znojmo sowie www.moraviantours.cz

Wer die tschechische Grenze überquert, merkt es sofort. Etwas verändert sich. Die Luft wird weicher, die Sonne wärmer, der Rhythmus langsamer. Zwischen den Hügeln von Südmähren öffnet sich ein Landstrich, der wie gemacht ist für Genießer:innen: Znojmo – wo man das Leben nicht nur sieht, sondern trinkt. Wenn man aus dem Fenster schaut und sich wünscht, beides zu haben: uralte Geschichte und satte Natur, lebendige Kultur und ruhige Momente. Die Luft riecht nach Wein, Hopfen und Geschichte. Die Region Znojmo/Podyjí in Südmähren ist ein kleines Paradies für Weinliebhaber, Familien, Senior:innen und alle, die Genuss ganzheitlich leben wollen.

Die Ansicht einer historischen Kirche mit einem markanten roten Dach und einem spitzen Turm, umgeben von Bäumen im Vordergrund und einem dramatischen Himmel im Hintergrund.

Stadt mit Seele

Ein Spaziergang durch die charmante Altstadt ist wie eine kulinarische Zeitreise. Die Burg mit der Rotunde der Heiligen Katharina wacht über die Stadt, deren romanische Fresken fast tausend Jahre Geschichte erzählen. Während unten am Masaryk-Platz Teller klappern und Gläser klirren, duftet es in den Cafés nach Mohnstrudel und in den Tavernen nach Gulasch und geräuchertem Fleisch. Und wer dann glaubt, alles gesehen zu haben, steigt hinab – in den Znaimer Untergrund, das geheimnisvolle Labyrinth unter der Stadt. Zwischen feuchten Wänden und uralten Steinen lagern Geschichten, die so dicht sind wie der Wein im Fass.

Zwei Gläser Znojemerské Pivo auf einem Tisch, umgeben von Tellern mit Speisen.

Kopfsteinpflasterstraßen führen zu uralten Kirchen, barocke Fassaden blitzen in der Sonne, und von der Burg aus blickt man auf das sattgrüne Band der Thaya, das sich wie ein Seidentuch durch die Landschaft schlängelt. Wer durch die Altstadt spaziert, stolpert fast über Geschichte – und über das gute Leben. In den Tavernen schmoren Gulasch und Schnitzerl. Stets ehrlich, bodenständig und einfach köstlich.

Ansicht eines nepalischen und indischen Restaurants namens 'Everest' mit einem blauen Schild und einer Speisekarte, vor einer verwitterten Wand. Im Vordergrund blühen bunte Blumen.

Der Rundgang führt vorbei an der Burg mit der Rotunde der Heiligen Katharina, an der mächtigen St.-Nikolaus-Kirche und über den Masaryk-Platz, wo das Leben zwischen Cafégenuss und Gläserklirren pulsiert. Und unter den Füßen? Ein ganzes Reich: Der geheimnisvolle Znaimer Untergrund, ein 27 Kilometer langes Labyrinth aus alten Kellern und Gängen, kühl und still. Familien lieben die geführte Route, Abenteurer genießen den Nervenkitzel zwischen Stein und Dunkelheit. Wer klaustrophobisch ist, bleibt lieber oben – bei einem Glas Wein im Sonnenschein.

Ein gemütlicher Außensitzbereich mit gestapelten Stühlen, einer Holztonne und blühenden Pflanzen in einem malerischen Steinambiente.

Zwischen Wein, Bier und wildem Grün

Rund um Znojmo zeigt sich Südmähren von seiner schönsten Seite. Weinreben, soweit das Auge reicht. Znojmo ist das Herz der südmährischen Genussregion – ein Ort, an dem Reben und Hopfen um die Gunst der Sonne buhlen. In der Enotéka, der „intelligenten“ Vinothek der Stadt, fließt Wein wie flüssiges Gold. Ein Glastaster genügt – und schon perlt Grüner Veltliner, Riesling oder Sauvignon ins Glas. Der Raum riecht nach Holz und Sommer, nach Keller und Weingarten.

Panoramablick auf die grüne Landschaft und den Fluss Thaya bei Znojmo, umgeben von bewaldeten Hügeln und historischen Gebäuden.

Ein Schluck Urbaner Braukunst – Pivovar Znojmo

Im historischen Areal des ehemaligen Pivovaru Hostan, das die Stadt erworben und revitalisiert hat, braut der Städtische Brauerei Znojmo seit 2015 wieder Bier nach jahrhundertealter Tradition. Hier wird Handwerk großgeschrieben: mit Spundgärung, historischem Gestell und Lagerung in alten Kellergewölben. Die Auswahl reicht vom klassischen Ležák (Lagerbier) über halbdunkle und starke Biere bis hin zu unkonventionell gebrauten Spezialitäten – etwa dem beliebten Znojemský Sauvin. Ein Ort, an dem Bier nicht nur Durst löscht, sondern Geschichten erzählt werden.

Ein Glas Znojmo Bier steht auf einem Holz Tisch, im Hintergrund ist eine offene Tür zu sehen.

Draußen, nur ein paar Schritte weiter, öffnen sich die Türen zu kleinen Weingütern, deren Besitzer:innen lieber einschenken als erzählen. Probieren ist Pflicht, reden ist Kür. Und wer glaubt, Wein sei alles, kennt die Biermacher noch nicht. In Znojmo haben sich die Brauer eine beachtliche Nische geschaffen – vom ehrlichen Lager bis zum kreativen Craft Beer. Mit Leidenschaft, Witz und regionalem Charakter.

Nahaufnahme von Weingläsern auf einem Tablett, die das Licht reflektieren und eine einladende Atmosphäre schaffen.

Thayatal – das Freiluftrestaurant der Natur

Nur wenige Minuten von der Stadt entfernt öffnet sich das Thayatal wie ein Naturtheater. Hier, wo der Fluss sich durch wilde Schluchten schlängelt, schmeckt der Wein noch ein bisschen frischer und das Bier noch ein bisschen ehrlicher. Ein Naturwunder, das aussieht, als hätte jemand das Paradies auf Pause gedrückt. Tiefgrüne Wälder, Felswände, stille Flussbögen. Ideal für Radfahrer, Wanderer oder für alle, die einfach mal durchatmen wollen. Im Sommer summt die Landschaft, im Herbst glühen die Weinberge, im Winter liegt über allem eine besondere Ruhe.

Eine Hauswand in Znojmo, geschmückt mit üppigem Efeu und verschiedenen Pflanzen, die in blühenden Töpfen aufgestellt sind. Das Dach ist mit roten Ziegeln gedeckt, und eine Steinmauer ist im Hintergrund sichtbar.

Die Gläser funkeln im Sonnenlicht, Picknickdecken liegen im Schatten, und irgendwo zischt wieder ein Korken. Radfahrer ziehen vorbei, Familien lachen, und wer mag, radelt von Weingut zu Weingut oder lässt sich einfach treiben. Vom Geruch der Kräuter, dem Rauschen der Bäume, dem Klang der Sprache.

Genuss ohne Eile

In Znojmo läuft die Zeit anders. Hier gilt: weniger planen, mehr schmecken. Ob in der Vinothek, im Brauhaus, im Gasthof oder auf einer Terrasse mit Blick auf die Thaya – der Genuss ist immer Teil des Programms. Käse, der wirklich nach Milch schmeckt. Fleisch, das noch nach Feuer riecht. Und dazu dieser Wein – fruchtig, frisch, so lebendig, dass man glaubt, die Sonne selbst zu trinken.

Im Herbst locken Weinfeste, im Sommer Bierfeste, im Frühling Märkte voller Düfte. Die Küche ist saisonal, ehrlich und überraschend vielseitig. Wer einmal hier war, weiß: Znojmo kann alles – von elegant bis herzhaft, von traditionell bis modern. Znojmo ist das Gegenteil von hektisch. Hier geht es um Erleben, nicht um Abarbeiten – und jeder Sonnenuntergang über der Thaya sieht aus wie gemalt.

Holzgestelle mit Überdachung auf einem gepflasterten Platz in der Altstadt von Znojmo, umgeben von historischen Gebäuden und Autos.

Anreise & Mobilität

Znojmo erreicht man bequem mit dem Zug oder Auto. Von Wien mit dem Zug in nicht einmal zwei Stunden. Der Bahnhof liegt zentral, der historische Stadtkern ist nur wenige Schritte entfernt. Für Familien, Kinder und auch Senior:innen sind die Wege gut begehbar und überschaubar. Teilweise mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder Shuttles.

Detailaufnahme einer Weinkarte mit verschiedenen Weinsorten, Preisen und Informationen zu Alkoholgehalt und Süße.

Ob mit Familie, als Paar, mit Freunden oder als Gruppe: Znojmo ist ein Ziel für alle Sinne. Kinder staunen über das unterirdische Labyrinth, Senior:innen genießen den Kaffee mit Aussicht, Weinliebhaber:innen finden ihre Glückseligkeit im Glas, und Radfahrer:innen rollen direkt hinein ins Grüne – bis nach Österreich, wenn sie mögen.

Znojmo vereint, was das Leben schön macht: Geschichte, Natur, Wein, gutes Essen, ehrliche Menschen.

Eine charmante Gasse in Znojmo mit blühenden Pflanzen, historischen Gebäuden und einer Statue, die die Atmosphäre der Altstadt verkörpert.

Attraktive Ausflugsziele

Der Podyjí-Nationalpark auf tschechischer und der Thayatal-Nationalpark auf österreichischer Seite bilden eine beeindruckende grenzüberschreitende Landschaft. Die Flusslandschaft der Thaya mit Schluchten und urwüchsiger Natur lädt zu Wanderungen, Radtouren oder entspannten Tagen am Wasser ein.

Holz-Schild des Cafés 'Kafe U Radnice' mit blühenden Pflanzen darüber.

Die Burg Znojmo mit der Rotunde der Heiligen Katharina zählt zu den ältesten romanischen Bauwerken Mährens und bietet einen herrlichen Blick über Stadt und Weinberge. Die St.-Nikolaus-Kirche und der Rathausturm prägen das Stadtbild, vom Turm genießt man ein Panorama über Znojmo und das Thayatal. Am Masaryk-Platz laden Cafés und Weinlokale zum Verweilen ein. Perfekt für Menschen, die gerne sitzen, schauen, genießen. Und natürlich: der Znaimer Untergrund als ein einzigartiges Erlebnis mit Geschichte.

Und wer lieber geführt reist, lässt sich am besten von Lukáš David www.moraviantours.cz begleiten. Der charmante Kenner der Region und Kopf hinter Moravian Tours kennt jede Kurve, jedes Weingut, jede Geschichte zwischen Burg und Bach. Sein Wissen ist so unerschöpflich wie der lokale Weinvorrat – und seine Art, Znojmo zu zeigen, macht jede Fahrt zu einem Erlebnis.

Eine Person im blauen Hoodie, die Geldscheine in die Kamera hält, während sie mit einer anderen Person in einem Fahrzeug spricht. Im Hintergrund sind grüne Berge zu sehen.

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