Bereits seit seinem Debüt im Jahr 1997 ist der Forester eine beliebte Wahl bei den Kunden und hat sich als vielseitig einsetzbares und verlässliches Fahrzeug etabliert.

Erste Begegnung

Unser Testfahrzeug Subaru Forester 2.0i e-BOXER Premium hatte die Außenfarbe „Cascade Green Silica“, weiters sind „Brilliant Bronze Metallic“ und „Autumn Green Metallic“ erhältlich.

Das neueste Forester-Modell präsentiert sich äußerlich optisch geschärft und in einem robusteren Stil, der auf der Designphilosophie „DYNAMIC X SOLID“ basiert. Eine neu gestaltete Frontschürze, ein überarbeiteter Kühlergrill, neue Scheinwerfer und Nebelscheinwerferabdeckungen zieren das Gesicht des SUV-Pioniers. 

Beim Thema Frontschürze muss geschrieben werden, dass ich diese aufgrund eines kleinen „Hoppalas“ leider etwas demolierte aufgrund des Übersehens eine kleinen Radständers unterhalb der Frontschürze.

Das neueste Modell des Forester präsentiert sich nun in aufgefrischter Version und bietet neue Sicherheitsfunktionen, mehr Leistungsfähigkeit, erhöhten Komfort und eine verbesserte Fahrdynamik. Der neueste Forester setzt die Tradition des Modells fort, ein Pkw-ähnliches Fahrverhalten und Handling mit den Fähigkeiten eines SUV zu vereinen. Der serienmäßige symmetrische Allradantrieb (S-AWD), ein Markenzeichen von Subaru, sorgt für Verlässlichkeit und Leistungsfähigkeit bei allen Fahrbedingungen, während das serienmäßige Active Torque Vectoring ein verbessertes Handling und Kurvenverhalten bietet.

Beste Konnektivität garantiert im neuen Forester auch weiterhin das 8-Zoll-Infotainmentsystem mit Navigationsfunktion, das mit Apple CarPlay und Android Auto kompatibel ist.

In Österreich ist der neue Subaru Forester in den Ausstattungsvarianten „Pure“, „Style Xtra“, „Premium“ und als „Sport Edition“ bei allen österreichischen Subaru Partnern erhältlich.

Sitzprobe

Der Platz im Fond ist herrschaftlich; vor allem die Kniefreiheit beeindruckt. Auch der Kofferraum ist gut nutzbar. Dass der Subaru Forester nicht zum Schnellfahren gemacht ist, merkt man auch im Innenraum: der Drehschalter für die Fahrmodi unterscheidet nur zwischen Normal, Schnee und tiefem Schnee. Aber ist es nicht genau das, wofür ein Forester konzipiert wurde? Auch die leicht erhöhte Sitzposition auf den bequemen Ledersesseln und die gute Übersicht zielen eher auf gemütliche Fahrten auf der Straße oder kurze Trips im Gelände ab.
Auf drei Displays zeigt einem der Forester dabei Informationen an. Bordcomputer und großes Mitteldisplay sind dabei recht konventionell und informieren über gefahrene Kilometer, zeigen Navi oder die aktuell gespiele Musik. Das dritte Display zeigt Einstellungen der Klimaanlage, Verbrauch, verbleibende Reichweite sowie der Uhrzeit.
Sitzheizung bietet der getestete Forester in beiden Reihen. Elektrische Sitzverstellung mit Memory-Funktion nur vorne. In beiden Reihen ist es dank großem Schiebedach luftig und hell. Und auch der Kofferraum bietet mit 509 – 1.779 Litern Ladevolumen eine gewisse Variabilität.

Innenraum

Das Cockpit ist keine Augenweide, aber ordentlich angerichtet, in die Bedienung müssen sich aber vor allem Subaru-Neulinge erst einmal einarbeiten. Dies liegt weniger am Infotainment-System, das weitgehend logisch aufgebaut ist und mit guter Darstellung sowie Empfindlichkeit überzeugt, als an den verstreut angeordneten Eingabemöglichkeiten und Displays.

Alle relevanten Informationen werden im zentral angeordneten Display und teils im oberen Kombiinstrument angezeigt. Die Bedienung erfolgt in beiden Fällen über verschiedene Lenkradtasten – das Multifunktionslenkrad ist mit Tasten überfrachtet und unübersichtlich.

Kritikwürdig ist vor allem die Sicht nach schräg hinten, wo die breiten D-Säulen den Blick beeinträchtigen. Als Einparkhilfen stehen dem Forester-Fahrer die serienmäßige Rückfahrkamera, optionale Parksensoren vorn und hinten sowie außer in der Basisausstattung eine serienmäßige Kamera im rechten Außenspiegel zur Verfügung.

Der geräumigste und leistungsfähigste Forester bisher verfügt über einen hochwertigen Innenraum, eine geräumige Passagierkabine und einen erweiterten Laderaum, in dem die kompakte Batterie sich kaum auf das Platzangebot auswirkt. Bei umgeklappten Sitzen verfügt der Forester beispielsweise trotz Batterie über 1.779 Liter Ladevolumen und eine bis zu 1,98 Meter lange Ladefläche. Um die Beladefähigkeit des Forester voll auszunutzen, wurden obere Laderaumhaken eingeführt, die das sichere Aufhängen und Halten von Gepäck erleichtern. 

Transport

Das Kofferraumvolumen wird von Subaru mit 509 Litern beziffert, ugeklappt bis zu 1565 Liter. Dank drei Zentimeter längerem Radstand bietet der Forester etwas mehr Platz im Innenraum als das Vorgängermodell. Schulter- und Ellenbogenfreiheit haben ebenfalls etwas zugelegt. Vorne dürfte die Beinfreiheit etwas großzügiger ausfallen, sie reicht zumindest für gut 1,90 Meter große Insassen. Hinten ist die Kopffreiheit ist für 1,85 Meter große Passagiere ausreichend bemessen, die Beinfreiheit reicht auch für größere Personen.

Motoren

Der Forester bietet – wie sein Vorgänger – eine einzigartige Kombination aus S-AWD und dem e-BOXER-Antriebsstrang. Dabei wird ein Zweiliter-Vierzylindermotor mit Direkteinspritzung mit einem Elektromotor innerhalb des maßgeschneiderten Lineartronic-Getriebes gekoppelt, wodurch eine sanftere, 30 % linearere, reaktionsschnellere Beschleunigung und ein hochgradig ansprechendes Drehmoment erreicht werden. 

Das CVT-Getriebe (Lineartronic) wird durch einen 12,3-kW-Motor ergänzt, welcher den 150 PS 2-Liter-Benziner mit maximal 66 Nm unterstützt. Dieser nimmt seine Energie von einer 4,8 Ah großen 118-Volt-Lithium-Ionen Batterie. So werden maximal 1,6 km bei 40 km/h elektrischer Reichweite möglich. Der Verbrauch soll dann um bis zu 11 % gesenkt werden können.

Das Subaru e-BOXER-System passt die Leistungsaufteilung zwischen dem Boxer-Benzinmotor und dem Elektromotor an die jeweiligen Fahrbedingungen an und wechselt zwischen drei Fahrmodi: Motorbetrieb, Elektro-Betrieb und Motorassistenzbetrieb. Ab dem Stillstand oder bei niedriger Geschwindigkeit treibt der Elektromotor das Fahrzeug allein an und sorgt so für ein leises und emissionsfreies Fahren. Je nach Fahrverhalten und Batteriezustand kann das Fahrzeug bis zu 1,6 km weit rein elektrisch fahren und dabei eine Geschwindigkeit von bis zu 40 km/h erreichen. Bei mittleren Geschwindigkeiten sorgt die kombinierte Leistung von E-Motor und Verbrennungsmotor für eine reaktionsschnelle, lineare und kraftstoffsparende Beschleunigung, während bei hohen Geschwindigkeiten der direkteinspritzende Zweiliter-Boxer-Benzinmotor das Fahrzeug antreibt und die Batterie auflädt. 

Fahren

Der Forester ist ein gemütlicher Typ. Auf der Autobahn liegt der Forester angenehm ruhig auf dem Asphalt. Die 150 PS, die dem 2-Liter-Boxermotor entspringen, sehen am Papier noch halbwegs gut aus, fühlen sich aber nach weniger an. Auch die Mildhybridisierung kann hier kaum helfen. Beim Losfahren werden die mauen 194 Nm Drehmoment zwar noch vom Startergenerator mit zusätzlichen 66 Nm unterstützt. Ist der Forester aber erst einmal in Bewegung hat der Motor seine liebe Mühe die 1,7 Tonnen zu bewegen. Beim Sprint von 0 auf 100 km/h lässt die Lineartronic den Motor aufheulen, bis nach 11,8 Sekunden endlich die Marke erreicht ist. Bis zur angegebenen Höchstgeschwindigkeit von 188 km/h dürfte es dann noch eine ganze Weile dauern. Das Fahrverhalten des SUV ist dabei recht neutral – vielleicht wirkt es aber auch nur so, weil man mit dem Forester selten zu schnell unterwegs ist. Rund 9,0 Liter Benzin genehmigte sich der Boxer im Test auf 100 Kilometer und damit im Schnitte etwas zu viel angesichts der Leistung. So waren stets bei dieser Fahrzeugklasse mit eher kleinem 48 Liter Tank etwas mehr als 500 Kilometer am Stück frealisierbar. Der Bordcomputer zeigte jedoch eine geringere Reichweite an. Seinen Charakter hat sich der Forester bewahren können.

Antrieb und Fahrwerk sind trotz Allrad für Expeditionen abseits jeglicher Zivilisation weder gedacht noch geeignet. Auf schlammigen Waldwegen und einsamen Schotterpisten ist der Forester aber in seinem Element. Grobe Beläge oder tiefe Löcher im Asphalt steckt der Wagen locker weg. Der serienmäßige permanente Allradantrieb garantiert eine sehr gute Traktion.

Ebenfalls serienmäßig kann der Fahrer auf den Subaru SI-Drive zurückgreifen. SI-Drive ist ein Leistungsmanagement, das es dem Fahrer ermöglicht, die Drosselklappencharakteristik des Fahrzeugs durch die Wahl zwischen den Modi „Intelligent“ („I“) und „Sport“ („S“) anzupassen. Dies führt zu mehr Flexibilität und Fahrspaß. Neu für den Forester ist im Modelljahr 2022 die  e-Active Shift Control, die im „S“-Modus von SI-DRIVE automatisch aktiviert wird und für ein agileres und reaktionsfreudigeres Fahrverhalten sorgt, insbesondere auf kurvenreichen Straßen.

Mit einer Bodenfreiheit von 220 Millimetern ist der Forester bestens für Offroad-Abenteuer gerüstet. Auch dank dem bewährten X-Mode Offroad-Assistenten, der mit zwei wählbaren Modi („Snow/Mud“ und „Deep Snow / Mud“) jetzt verbesserte Funktionen bietet, die für eine Vielzahl von Wetter- und Straßenbedingungen geeignet sind. Als neues Feature wird X-Mode im ab sofort im Forester automatisch wieder aktiviert, sobald der Fahrer die Funktionsgrenze von 35 km/h überschreitet und anschließend die Geschwindigkeit wieder drosselt. So kann sich der Fahrer auf das Fahren konzentrieren, ohne in schwierigen Situationen den Schalter erneut betätigen zu müssen. 

Die für Förster sehr relevante Bergabfahrhilfe wurde optimiert und erleichtert dem Fahrer bei schwierigen Bergab- Passagen die Geschwindigkeitsregelung dank intelligenten Bremseingriffen. Wirkonnten dies eindrucksvoll bei unseren Ausfahrten nachvollziehen.

Sicherheit

Der Subaru Forester erreicht im EuroNCAP-Crashtest volle 5 Sterne und übertrifft die dafür nötigen Punktwerte deutlich.

Ausgestattet mit Gurtkraftbegrenzern, Gurtstraffer, Kopfairbags sowie optischen und akustischen Gurtwarnern in der ersten und zweiten Sitzreihe, sind zusätzlich für die vorderen Plätze Seitenairbags verbaut. Der Fahrer wird zudem mit einem Knieairbag geschützt.An den äußeren hinteren Sitzplätzen sind ISOFIX-Halter mit i-Size-Kennzeichnung montiert.

Mit der vierten Generation des EyeSight-Fahrerassistenzsystems bringt Subaru die fortschrittlichsten Sicherheitstechnologien auch in den Forester. EyeSight verfügt über in vierter Generation über ein erweitertes Sichtfeld, das sich dank der nun direkt an der Windschutzscheibe angebrachten Stereokamera fast verdoppelt hat, und bietet 11 Sicherheitsfunktionen – darunter drei neue Funktionen wie automatische Notlenkung, adaptive Geschwindigkeitsregelung mit Fahrspurzentrierung sowie einen optimierten Spurhalteassistenten, der Straßenränder auch ohne Markierungslinie erkennt.

Die beiden zur Erkennung des Verkehrsgeschehens notwendigen Kameras hängen mittig unter dem Dachhimmel an der Frontscheibe. Das System kombiniert verschiedene Assistenten, die dem Fahrer durch Warnhinweise helfen Unfälle zu vermeiden oder zumindest deren Folgen zu minimieren. Im Extremfall greift der Notbremsassistent ein.

Das Driver Monitoring System, die Gesichtserkennungstechnologie von Subaru, die den Fahrer bei Ermüdung oder Ablenkung während der Fahrt warnt und automatisch die Einstellungen für Sitzposition, Außenspiegelwinkel und Klimaanlage anpassen kann, wurde für den Forester im Modelljahr 2022 um eine neue Gestensteuerung erweitert. Diese ermöglicht dem Fahrer, die Temperaturregelung der Klimaautomatik durch einfache Handgesten vorzunehmen. Das System funktioniert wahrlich einwandfrei. Jedes Mal, wenn man wieder zu einem Satz ausholen möchte, sagt dein Gegenüber „Konzentrier dich auf die Straße!“.

Dank des Driver Monitoring Systems im neuen Subaru Forester schaut man nur einen kurzen Moment zu lange aus dem Seitenfenster oder auf das Navi und schon ermahnt das System zu einer bewussteren Konzentration.

Kosten

 Forester 2.0i  e-BOXER PureForester 2.0i e-BOXER Style XtraForester 2.0i e-BOXER PremiumForester 2.0i e-BOXER Sport Edt.
Preis inkl. NoVA & MWSt.€ 39.490, –€ 43.490, –€ 47.490, –€ 46.490, –
Nova-Satz 16% 
Metallic- & Pearl- Lackierung € 796,- 
Preisliste Österreich

Fazit

Der Subaru Forester ist ein wunderbarer Allrounder. Er bietet Platz, Komfort, Praktibilität sowie solide Verarbeitung und Technik. Seine Schwachstellen sind das wenig schicke Aussehen, der hohe Verbrauch und der mangelnde Durchzug. Den Hybrid-Antrieb hätte ich gern stärker gemerkt. Dennoch kann ich gut nachvollziehen, wieso viele Subaru-Fahrer immer wieder einen Subaru wollen.

Wer die Schnittmenge aus Platz, permanenten Allrad, Zuverlässigkeit und einem halbwegs vernünftigen Preis sucht, ist beim Subaru Forester an der richtigen Adresse.

Bereits unter 40.000 Euro bekommt man ein großes Auto mit Allradantrieb und herausragenden Sicherheitssystemen. Der Forester behält nach 25 Jahren seinen robusten und leistungsfähigen Charakter als Arbeitstier darüber hinaus auch im Anhängerbetrieb bei und bietet eine ansehnliche Anhängelast von 1870 kg – trotz Elektrifizierung.

Die Fahrleistungen und das Cockpitambiente sind okay, beeindrucken aber nicht wirklich. Wer allerdings allzu moderne Features hasst und ein Mittelklasse-SUV mit Benziner, Allradantrieb und viel Ausstattung zu einem wirklich günstigen Preis sucht, ist damit gut bedient. Auch als Zugfahrzeug ist der Wagen gut geeignet.

Die Mildhybrid-Technik passt zu den eher konservativen Kunden: Sie verkompliziert das Fahren nicht, nötigt einem weniger Umstellung ab als Elektroautos oder Plug-in-Hybride.

Mehr Infos findest du unter Subaru

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