Elektrisch, stilvoll und effizient durch die Gegend radeln.

Heute schreibt wieder Norbert Ciperle, seines Zeichens Stadtrat für Sport, Diversität und Integration in Traiskirchen über das Stadtrad von Geero. Wir bedanken uns vorweg für deine Mühen und werden dich stets weiterempfehlen: als emphatischer Mensch und als Testfahrer!

Vorweg muss erwähnt werden, dass unser Praxistestrad Geero 2 als City E-Bike konstruiert wurde und eher ungeeignet zum Erklimmen von Bergen ist. Demnach stellen befestigte Straßen – zumeist der urbane Bereich das eigentliche Terrain des Bikes dar. Alle Geero+ Modelle sind nun mit fest verbauter Lichtanlage ausgestattet. Weiters hatte unser Praxistestrad als Add On das neue und sensationell funktionierende OLED Display verbaut. Jenes kann ab sofort kostenpflichtig beim Kauf eines Rades miterworben werden.

Unser Testrad gibt es derzeit in drei verschiedenen Rahmengrößen. Zum Einem mit 52er Rahmen bei dem Comfort-Modellen mit tieferem Einstieg sowie mit  54er und 60er Rahmen bei den Classic-Modellen.

Da wir zu ungewohnter Teit einen Elektroradtest durchführten, konnten wir die wunderbare Stimmung des leuchtenden Herbstes im Bezirk Baden für unsere Fotos nutzen.

Nun Norbert Ciperle:

Die Testbedingungen

Im Rahmen meiner Testfahrten legte ich insgesamt etwa 60 Kilometer zurück. Ich integrierte das Geero einfach in meinen Alltag. So war das Rad meine Mobilitätsgarantie fürs Einkaufen, für Termine wahrnehmen, für Botendienste und für explizit ausgewählte Teststrecken. 

Erste Annäherung

Der erste Blick lässt so gar nicht auf etwas Besonderes schließen. Das Geero kommt auf mich fast unscheinbar daher. Die Stromversorgung ist sehr gut verbaut. Und selbst der 2. Blick lässt die Energieunterstützung vermuten. Es kommt weder wuchtig noch sonst wie markant daher. Gediegen ist das Wort, welches mir zuerst eingefallen ist und ich immer noch passend finde.

Der Motor hat es in sich

Beim Losfahren von einer Kreuzung schiebt er recht früh und sehr kräftig an. Im Stadtverkehr ein echter Vorteil, wenn es ständig von Ampel zu Ampel geht. Beim Linksabbiegen mit Gegenverkehr musste ich auf diese Schubkraft bewusst achten. In der Fahrt ist die Unterstützung unauffällig und trotzdem deutlich. Höhere Durchschnittsgeschwindigkeiten auf Routinestrecken sind der in Zahlen gegossene Niederschlag.  Die Leistungskraft des Motors macht es möglich, das Geero universell einzusetzen. Egal, ob zur Urbanuskapelle in den Weinbergen, zum Besuch im Stadtmuseum Traiskirchen oder zum Einkauf ins Einkaufszentrum Arkadia, keine Steigung ist zu steil und die Straßenlage, die ist geil. Kein außer Atem Kommen, kein Schwitzen. Über die gesamte Strecke von gut 60 Kilometer musste ich nie aufladen. Die Sorge nach fehlender Energie hatte ich dennoch nie, weil sich das Rad genau so leicht fährt, wie althergebrachte leichtläufige Fahrräder.

Symbiose von Muskelkraft und Motor

Die Motorunterstützung hat einen deutlich wahrnehmbaren Rückkoppelungseffekt auf die Beinmuskulatur. Sobald ich wieder mit meinem alten Fahrrad fahre, stellt sich dieses Anschubgefühl auch dort ein. Das ist mir bislang noch bei keinem E-Bike so deutlich aufgefallen. Seither, aber womöglich nur für einen überschaubaren Zeitraum, bin ich auch mit meinem alten Rad auf Routinestrecken schneller. Womöglich ist das auch nur ein Plazeboeffekt, der Teststellung geschuldet. Eine medizinische Expertise dazu, sie wäre durchaus spannend.

Der Gepäckträger

In meinem Alltag fahre ich ständig mit einem Korb durch die Gegend. Immer gibt es irgendwas, das von irgendwo her nach irgendwo hinzubringen ist, ohne gleich ein Auto starten zu müssen. In meiner Teststellung befindet sich am Gepäckträger ein Holzbrett. Dieses verhindert die einfache Fixierung meines Korbes. Ich hoffe doch, es ist kein Tropenholz in Verwendung. Diese werden vielerorts sehr gerne eingesetzt, weil sie wesentlich homogener im Wachstum sind und sich dadurch kaum verwerfen, auch über Jahre hinweg nicht. Es ist mit nur zwei Schrauben fixiert, lässt sich also recht schnell entfernen.

Lichtanlage und Display haben die gemeinsame Quelle.

Ich lese vorab nie etwas darüber, wie die Lichtanlage funktioniert. Schon gar keine technischen Details oder Benutzerhinweise. Da hilft mir das Mitdenken von Intuitivität durch die Herstellerfirma. Noch nie musste ich nachlesen, wie denn das Licht zu aktivieren sei. Bislang bin ich davon ausgegangen, dass es für das Licht die Bewegung eines Rades benötigt oder kleine Batterien jede einzelne Lichtquelle bedienen. Beim Geero hängt jegliche Beleuchtung am Akku. So wird das Licht über die Displaysteuerung ein- und ausgeschalten. Gleichzeitig damit wird die Displaybeleuchtung geregelt. Bei hellem Sonnenschein ist es so gut beleuchtet, dass es trotzdem sehr gute Lesbarkeit bietet. Wird das Licht aktiviert, geht das Display in einen Nachtmodus über und es besteht keine Gefahr, dass dich das Display beim Fahren blenden könnte. Der Stromverbrauch, alles auf Led, hält sich zwar in überschaubaren Grenzen, aber muss wohl nicht sein. Zumal das Geero auf Retro getrimmt ist, wäre Licht aus Muskelkraft durchaus angebracht.

Die Steuerung

Sie ist intuitiv und erfreulich minimalistisch gehalten. Da braucht es keine Erklärung. Es kann jederzeit, auch während der Fahrt, ein- oder ausgeschalten werden. Das Zuschalten der Motorleistung fühlt sich fast so an, als wäre es eine weitere Gangschaltung. Fährst du mit Handschuhen, sind die drei Steuerungsknöpfe fast zu klein und wohl auch zu eng gebaut. Die beiden Steuerungsknöpfe für die Kraftregelung sind zueinander geneigt. Da kann es sehr leicht passieren, den falschen Knopf zu erwischen, schaust du beim Fahren ja eher nicht auf die Knöpfe, wenn du sie brauchst. Da ginge ergonomisch ein klein wenig was in der Anordnung am Lenker. Für mich spräche gar nichts dagegen, die Schaltung so auszulegen, wie es die Gangschaltung ist.

Die Gangschaltung

Sie ist wunderbar! Zumindest war sie beim Test-Geero perfekt eingestellt. Sauberes Schalten, beim runterschalten über zwei Gänge keine Unschärfe. Das fällt dann auf, wenn ich mit meinem alten Fahrrad fahre, wo ich mit der Schaltung aber auch sehr zufrieden bin. Hier lerne ich, da geht noch was!

Kräftig bergauf

Allzu viele Berge gibt es in Traiskirchen zwar nicht, aber da und dort doch recht steile Abschnitte. Bergauf mit Stufe 5, da schiebt das Geero gewaltig an! Zum höchsten Punkt der Stadt, der Urbanuskapelle, führt eine Schotterstraße. Die Motorkraft verleitete mich dazu, bremsbereit zu fahren! Bergauf! Ich war begeistert und bin dann nochmal raufgefahren. Und nochmal! Ja, das hat Spaß gemacht!

FAZIT:
Gediegenes Design, kraftvoller Motor, geile Straßenlage, effektive und einfach gehaltene Steuerung, langlebiger Akku. Beim Fahren ohne Motor gibt es keinen Widerstand. Der Leerlauf fühlt sich so an, als wäre das Geero ein Rad mit ausgezeichneten Rolleigenschaften. Idealer Begleiter für nahezu alles, was der Alltag so hergibt, egal wie sich das Gelände darstellt. Viel zu bekritteln habe ich nicht. Um meinen Korb montieren zu können, wäre womöglich eine handelsüblichere Variante des Gepäckträgers hilfreich gewesen. Andere Körbe haben aber andere Fixiermechanismen.

EDIT: Nach Rücksprache mit dem Hersteller ist der Gepäckträger Racktime kompatibel. So können alle Körbe und Taschen mit nur 1 Klick angebracht werden. Dank verbautem „Snap it Adapter“, der an allen Körben vormontiert ist, sei das Anbringen daher wirklich kinderleicht. Wir finden: so eine schnelle Response seitens Geero ist wichtig und gut!

Optimierungspotential gibt es womöglich bei der Anordnung und der Größe der drei Steuerknöpfe.

Wer mehr über und von Norbert lesen mag, sollte sich hier umschauen. Als Nightrider ist Norbert irgendwie 30 Stunden am Tag radeln…

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Alle Fotocredits : Mission E:possible!

Mehr zum Geero 2 hier

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